ByeBye Mosquito-App

1.400 Moskitonetze dank Schweizer App

Rom, (ZENIT.orgAPD) | 528 klicks

Das preisgekrönte „ByeBye Mosquito“-App des Schweizer Hilfswerks World Vision sei in einem Jahr von über 20.000 Menschen aus 137 Ländern heruntergeladen worden, teilte das Hilfswerk im Zusammenhang mit dem Weltmalariatag am 25. April mit. Mit der App solle das Bewusstsein für die Tropenkrankheit geschärft werden. 

Das Hilfswerk habe dank Spenden aus der App die Verteilung von über 1.400 mit Insektiziden imprägnierten Malarianetzen bereitstellen können, sagte Giovanni Miraglia, Leiter Finanzen, IT und Controlling bei World Vision Schweiz: „Weltweit werden über zwei Milliarden Smartphones genutzt. Da liegt ein unglaubliches Potential, anderen zu helfen“, hofft Miraglia. ByeBye Mosquito hat an den Swiss App Awards 2013 die Auszeichnung für die beste Applikation im Bereich „Promotion & Advertising“ erhalten. 

Fortschritt in der Malariabekämpfung

In den vergangenen dreizehn Jahren sei nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation die weltweit durch Malaria verursachte Sterblichkeit, um 25 Prozent zurückgegangen. Allein in Afrika, dem am stärksten betroffenen Kontinent, seien die durch Malaria verursachten Todesfälle um einen Drittel gesunken. 

Vorsorge ist besser als Behandlung

Trotz der positiven Zahlen sei Malaria laut dem Hilfswerk immer noch Todesursache Nummer 1 auf dem Afrikanischen Kontinent. Dies obwohl in den letzten zwei Jahrzehnten immens viel getan worden sei, um die Krankheit einzudämmen. Die medizinische Forschung habe in besser verträgliche Medikamente und wirksamere Prophylaxe investiert. „Dennoch ist der Schutz vor einem Stich immer noch weniger aufwändig als die Bekämpfung der Krankheit nach einer Infektion", erklärt Martin Suhr, Leiter internationale Programme bei World Vision Schweiz. Die Wirksamkeit der Moskitonetze könne mit einem Projekt in Mali aufgezeigt werden, bei dem rund 430.000 imprägnierte Netze an Familien verteilt worden seien. „Wir konnten die Infektionsrate in Mali dank dieser Massnahme um 75 Prozent senken", freut sich Suhr.