"Candida Höfer für die Galleria Borghese"

Ausstellung in Rom vom 20. Juni bis zum 15. September 2013

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 343 klicks

In der Galleria Borghese wird vom 20. Juni bis zum 15. September 2013 die Ausstellung „Candida Höfer per la Galleria Borghese – Candida Höfer für die Galleria Borghese“ von der Soprintendenza Speciale per il Patrimonio Storico Artistico ed Etnoantropologico und vom Polo Museale der Stadt Rom gemeinsam mit der Galleria Borghese präsentiert, die von Mario Codognato, Anna Coliva sowie Marina Minozzi kuratiert wird.

Insgesamt werden sieben Werke Candida Höfers, die zu den international anerkanntesten Photographen der photographischen Avantgarde der Gegenwart zählt, in der Galleria del Lanfranco ausgestellt werden. Die Werke stellen die Rekonstruktion der ursprünglichen Sammlung Borghese dar. Anlässlich der Ausstellung „I Borghese e l’Antico“ vom Dezember 2011 bis zum April 2012 wurden die bedeutendsten Kunstwerke, die von Kardinal Scipione Borghese zu Beginn des 17. Jahrhunderts zusammengetragen worden waren, die Hauptwerke der Sammlung Borghese bildeten und heute den Hauptbestand der Antikensammlung des Louvre, erneut gemeinsam ausgestellt.

Candida Höfer, die in Köln lebt und arbeitet, studierte von 1973 bis 1982 an der Kunstakademie in Düsseldorf. Von 1997 bis 2000 war sie Professorin für Photographie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Höfer ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Bekannt wurde Candida Höfer vor allem für ihre Photographien von Innenräumen, die sie seit den 80er Jahren anfertigt. Die Photographien Candida Höfers zeigen Innenräume von Bibliotheken, Hörsälen oder Konzerthallen, die sie jedoch stets menschenentleert widergibt.

Die großformatigen Arbeiten Candida Höfers mit den Maßen 180 x 200 cm sind das einzige Zeugnis der archäologischen Sammlung Borghese in ihrem ursprünglichen Kontext, bevor sie unwiederbringlich aus diesem entfernt wurde. Die Photographien geben die ursprüngliche Aufstellung der antiken Skulpturen wieder, wie sie im 17. und 18. Jahrhundert in der Galleria Borghese aufgestellt waren. Zu den Hauptwerken zählen die „Drei Grazien“ oder der „schlafende Hermaphrodit“, die auf den Photos gemeinsam mit Werken moderner Zeit, wie zum Beispiel der „Raub der Sabinerinnen“ Gian Lorenzo Berninis, abgebildet sind. Gleichzeitig wird die Dokumentation der Rekonstruktion selbst zum Kunstwerk. Die Arbeiten Candida Höfers vermögen die Geschichte einer Sammlung, eines Ortes, seine Schönheit und die mit ihm verbundenen Emotionen einzufangen.

Die Ausstellung wird unterstützt von Telecom Italia, Arthemisia Group, Borghi Italia — Art Division, Axa Art, Arte Assicurazioni srl und Parco dei Principi Grand Hotel und Spa.