Cardinal Piacenza: Kirche in Not ist mitten im Herzen der Kirche

Rom, (ZENIT.orgKIN Ös) | 412 klicks

In einer Ansprache vor Vertretern des internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ betonte Kardinal Mauro Piacenza, Präfekt der Kongregation für den Klerus, welchen Unterschied es ausmache, pastorale Initiativen im Namen der weltweiten Kirche zu unterstützen. Er erklärte: „'Kirche in Not' ist dem Wesen nach -  und somit aufgrund des Charakters - wahrhaft kirchlich. Es handelt sich hier nicht einfach um eine Hilfsorganisation, obgleich Hilfseinsätze sicherlich wichtig sind, sondern um ein wirkliches Werk der Kirche.“ Und er wies auf die wahre Aufgabe der Organisation hin: „Ich möchte Sie vor allen Dingen daran erinnern, was den früheren Päpsten und unserem jetzigen Heiligen Vater am Herzen lag... die Wertschätzung von Hilfe, die sich durch ihren pastoralen Charakter definiert.“ Als eine der Prioritäten des Hilfswerks unterstrich er „die  Bildung der Bildenden“.

Die Zusammenkunft mit den Leitern vom Sitz der internationalen Geschäfsstelle sowie der 17 nationalen Sektionen der Stiftung „Kirche in Not“ fand am 18. April im Vatikan statt. Der Präfekt der Kongregation für den Klerus, der zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates ist, fügte weiter hinzu: „Unsere Barmherzigkeit ist die Barmherzigkeit aus dem Herzen unseres Herrn. 'Kirche in Not' sollte immer mitten im Herzen der Kirche sein – im Zentrum der Anliegen der Kirche.“

Kardinal Mauro Piacenza umriss die Aufgaben des Hilfswerks folgendermaßen: „Als das Hilfwerk ins Leben gerufen wurde, kümmerte es sich um eine unmittelbare Notsituation der Kirche in einem Teil der Welt, der von einer kommunistischen Ideologie geprägt war. Heute gilt es, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Dort, wo die Kirche von Ideologien unterdrückt wird, unter Bedingungen, die die Gläubigen konkret daran hindern oder es komplett unmöglich machen, ihren Glauben offen zu leben und die Mission der Kirche auszuführen. Auch auf anderen und subtileren Ebenen wird die Kirche verfolgt: Verunglimpfung ihrer Lehre, Missachtung der Würde des Menschenlebens, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, und des Gesetzes der Natur; und die Ausbreitung des Säkularismus in der Bildung. Unter diesen Bedingungen muss die Kirche auf die ihr eigene Art und Weise reagieren: friedvoll, beharrlich und mutig; wenn das nicht so wäre, würden wir nicht authentisch zeigen, dass sie die Kirche Christi ist.“

Zum Abschluss bemerkte der Kardinal: „Die Wohltäter von 'Kirche in Not' haben einen starken Glauben, der sich ganz einfach in guten Taten ausdrücken muss.“