Caritas fordert mehr Unterstützung für die Bevölkerung in Sri Lanka

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COLOMBO, 20. Mai 2009 (ZENIT.org).- Der Bürgerkrieg in Sri Lanka, der seit seinem Beginn im Jahr 1983 mindestens 70.000 Todesopfer gekostet hat, scheint zu Ende zu sein. Die Armee verkündete vor kurzem den endgültigen Sieg über die Rebellen („Liberation Tigers of Tamil Eelam“), deren legendärer Anführer Velupillai Prabhakaran ermordet worden sein soll.



Doch Caritas Internationalis betont, es müssten noch drei wesentliche Schritte unternommen werden, ehe sich die Nation tatsächlich im Frieden befinden würde: Die Lebensbedingungen der Vertriebenen in den Flüchtlingslagern gehörten verbessert; alle Heimatlosen müssten wieder angesiedelt und im neuerlichen Aufbau ihres Lebens unterstützt werden; in der Bevölkerung müsse ein Klima der Gerechtigkeit geschaffen werden.

Humanitäre Arbeiter hätten freilich nur limitierten Zugang zu den mehr als 250.000 Menschen in Lagern. „Das muss sich ändern“, erklärt die Caritas. Zugleich fordert sie die Regierung auf, den Zugang zu Nahrung, sauberem Wasser und Sicherheit zu gewährleisten. Laut der Caritas erfüllen die Lager internationale Standards im Hinblick auf Lebensstandard und Sicherheit nicht.

Um allen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, müsse die Caritas zudem mit mehr Freiheit operieren dürfen, betont P. Damian Fernando, Geschäftsführer von Caritas Sri Lanka. Die Familien müssten wiedervereint werden. „Viele wurden im Verlauf der Kämpfe zehn Mal umgesiedelt. Sie sind zutiefst traumatisiert und haben unvorstellbares Grauen durchlebt. Sobald sie wieder zu Hause sind, brauchen sie Unterstützung beim Wiederaufbau ihres Lebens.“