Caritas-Jahresversammlung zur humanitären Katastrophe in Syrien

Kardinal Sarah wird syrischen Flüchtlingen begegnen

Rom, (ZENIT.org) | 824 klicks

Vom 20. bis 22. Februar findet in Amman im Haus der Schwestern vom Rosenkranz die Jahresversammlung des regionalen Caritas-Verbandes statt, in dem sich 17 nationale Verbände im Nahen Osten und in Nordafrika zusammenschließen. Dieses Jahr steht angesichts der tragischen Entwicklung in Syrien, die Notlage der syrischen Flüchtlinge im Mittelpunk der Beratungen. Viele syrische Flüchtlinge leben unter oft unhaltbaren Bedingungen in den Nachbarländern. Die Bedeutung des Gipfeltreffens ist auch anhand der Namen der 41 Teilnehmer ersichtlich: Unter ihnen befinden sich der chaldäische Bischof von Aleppo und Präsident von Caritas Syrien, Antoine Audo, und der chaldäische Weihbischof von Bagdad und Präsident von Caritas Irak, Shlemon Warduni. Aus Rom wird der Vorsitzende des Päpstlichen Rates Cor Unum, Kardinal Robert Sarah, anreisen, der am 19. Februar, noch vor Beginn der Caritas-Versammlung rund 200 syrischen Flüchtlingsfamilien in der Pfarrei Zarqa begegnen und sich mit deren Schicksal befassen wird. Am 20. Februar wird der Vatikanvertreter König Abdallah II. von Jordanien einen Höflichkeitsbesuch abstatten.

Die Vertreter der verschiedenen nationalen Caritas-Verbände werden im Laufe der Arbeiten versuchen, gemeinsame Strategien zur Überwindung einer humanitären Katastrophe zu entwickeln, die die bisher bereits umfassenden Hilfsprogramme sprengt. Sowohl in Jordanien als auch im Libanon halten sich derzeit jeweils mehr als 350.000 syrische Flüchtlinge auf, nicht weniger als 150.000 haben in der Türkei Zuflucht gesucht. „Allein wir von Caritas Jordanien“, so deren Leiter, Wael Suleiman, zum Fidesdienst, „haben bisher bereits 75.000 Flüchtlinge betreut.

Angesichts der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen ist dies eine enorme Aufgabe. Für viele Personen, die von dieser Tragödie betroffen sind, stellen wir angesichts der derzeitigen Situation das Gesicht der Kirche dar. Ich wünsche mir, dass sich die Christen in aller Welt dessen mehr und mehr bewusst werden.“