Caritas kümmert sich um Flüchtlinge

Die schwierige Lage in Syrien, Jordanien und im Libanon

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ROM, 22. August 2012 (ZENIT.org). - „Damaskus erstickt“, mit diesen drastischen Worten beschreibt Rosette Héchaimé, Koordinatorin der Caritas im Mittleren Orient, die Lage der Stadt. Die Zunahme von Gewalt sowie der Mangel an Lebensmitteln und Medizin erschweren die Situation der Bevölkerung, wie Héchaimé erklärt.

Die an Syrien angrenzenden libyschen Gebiete sind Risikozonen; und die Caritas Libanon muss ihre Arbeit sogar soweit einschränken, dass vom traditionellen Sommercamp für Jugendliche aus den arabischen Ländern abgesehen werden musste.

Die Caritas Libanon und die Caritas Jordanien müssen zudem an mehrere Fronten gleichzeitig tätig werden. Die Versorgung der syrischen Flüchtlinge, - allein in Jordanien sind es mehr als 160.000 Personen bei einer Bevölkerungszahl von 5 Millionen Einwohnern-, hat Priorität. Dazu kommen Probleme wie Kinderarbeit und Zwangsverheiratungen oft erst elfjähriger Kinder, die von ihren Familien verkauft werden.

Die Caritas Italien versucht, diesen schweren Missständen bestmöglich entgegenzuwirken, und hat in Syrien bereits Gelder zur Verfügung gestellt. Doch in Syrien, Jordanien und im Libanon bedarf es noch weitaus umfangreicherer Anstrengungen, um das Elend der Bevölkerung zu lindern.

Auf Jordanien bewegt sich eine neue Flüchtlingswelle zu. Im Auffanglager von Zaatari wurde bereits eine Schule eingerichtet, ein Umstand, der darauf schließen lässt, dass die Situation leider nicht temporär sein wird. (Quelle: Ausgabe des Osservatore Romano vom 23. August 2012) [bd]