Caritas ruft zum Ende der Kampfhandlungen in libanesischem Flüchtlingslager auf

| 399 klicks

NAHR AL-BARED, 25. Mai 2007 (ZENIT.org).- Die Caritas hat beide Kriegsparteien dazu aufgerufen, das internationale Völkerrecht zu achten und den Verletzten des Libanon-Konflikts, der am 13. Mai ausbrach, humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.



Die libanesische Armee kämpft im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared gegen eine Miliz von islamischen Extremisten. Caritas berichtete, dass die Zivilisten den Gefechten hilflos ausgeliefert seien.

Der Direktor des Notdienstes von Caritas Libanon, Najla Chahda, betonte: „Wir benötigen eine humanitäre Schneise in die belagerten Camps, um das Ausmaß der Not der Zivilisten abschätzen zu können, die in den Kämpfen verstrickt sind, und um zu ermessen, wie wir ihnen am besten helfen können. Es ist unmöglich zu sagen, was erforderlich sein wird, aber wir befürchten, dass es medizinische Güter und Nahrungsmittel sein werden.“

Der Caritas-Mitarbeiter sprach von einer „besorgniserregenden Situation“ und fügte hinzu: „Es fühlt sich so an, als sei die Uhr um 25 Jahre zurückgedreht worden, an den Beginn des Bürgerkriegs.“ Niemand könne sagen, was im nächsten Augenblick geschehe, fuhr Najla Chahda fort. „Wir beten um Frieden und darum, dass der Libanon vor weiterem Leid bewahrt werden kann.“

Nach aktuellen Berichten sind die Kämpfe zwischen der libanesischen Armee und den Islamisten nach einer Waffenpause am Dienstag neu aufgeflammt.