Caritas und Ordensleute schmieden Bündnis gegen Frauenhandel

Aufruf zur Beendigung der modernen Sklaverei

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ROM, 4. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Eine Allianz von Millionen von Verbündeten im Kampf gegen jede Verletzung der Personenwürde, besonders im Fall von Frauenhandel und Missbrauch, wurde jetzt in Rom geschmiedet. Mit einer gemeinsam unterzeichneten Erklärung traten die Internationale Vereinigung von Generaloberen („Unione Internazionale Superiore Generali“, UISG) und der Caritas-Dachverband an die Öffentlichkeit.



Die UISG vertritt gemeinsam mit der Vertretung der Männerorden (USG) über 162 Werke mit über einer Million Ordensleuten. Ihr Bündnis mit der Caritas soll wirksameren Aktionen zugunsten der Missbrauchsopfer zu Gute kommen. Zudem könnten sich Fachkräfte dadurch in der Feldarbeit und im dem Dienst an den Benachteiligten gegenseitig helfen.

Nach der Erklärung besteht der Bedarf, das Thema Zwangsprostitution und Frauenhandel in die Öffentlichkeit zu bringen, um eine politische und gesellschaftliche Diskussion in Gang zu bringen und Auswege zur Beendigung dieser modernen Formen der Sklaverei zu finden. Auswege seien beispielsweise eine wirksame Bekämpfung des Verbrechens Menschenhandel, Aufklärung und wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsregionen der Opfer sowie neue Verhaltensweisen ihrer „Freier“.

Die Caritas hat bereits ein ökumenisches Netzwerk geschaffen, um konkreter und nachhaltiger eingreifen zu können. Die christlichen Organisationen gegen Menschenhandel („Christian Organisations Against Trafficking“, COATNET) sollen „dieser neuen Form von Sklaverei wehren“.

COATNET hatte jüngst darauf hingewiesen, dass Frauen aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden, wo der weitere Handel organisiert werde.

Der Zusammenschluss mehrerer Hilfsorganisationen versucht, den Betroffenen zu helfen, „denn Frauenhandel ist ein weltweites Phänomen, und deshalb können wir es auch nur auf dieser Ebene bekämpfen“, so Sebastien Dechamps von Caritas Internationalis. Er stehe im ständigen Kontakt mit den Helfern vor Ort. „Missbrauch ist ein krimineller Akt, der die Menschenrechte verletzt.“

Das neue Bündnis will durch den Einsatz von Fachleuten Präventivmaßnahmen in Bereich der Bildung koordinieren, den Opfern beistehen und ihre Wiedereingliederung ins normale Leben begleiten.