Caritas unterstützt Flutopfer in Indien

2,5 Millionen Menschen sind obdachlos, ganze Städte von ihrer Umwelt abgeschnitten

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MADHEPURA, 1. September 2008 (ZENIT.org).- Caritas Indien reagiert auf die unmittelbare Not zur Rettung und Evakuierung ganzer Dörfer, die durch die Überschwemmungen im Bundesstaat Bihar isoliert worden sind.



Mehr als 2,5 Millionen Menschen mussten am Ende der vergangenen Woche aus ihren verwüsteten Häusern evakuiert werden. Der Fluss Koshi, der an bestimmten Stellen über 15 Kilometer breit ist, war aufgrund der starken Regenfälle über die Ufer getreten. Die betroffenen Bezirke sind Supaul, Saharsa, Khagaria, Araria, Madhepura, Katihar und Purnea.

Partner der Caritas befinden sich der Region, um das Ausmaß der Schäden zu beurteilen. Verkehr und Kommunikation sind vielerorts unterbrochen. Die Evakuierung der abgeschnittenen Dörfer gelte als unmittelbare Priorität, berichtete Caritas Indien. Es gebe auch großen Bedarf an Nahrungsmittelhilfe, medizinischer Betreuung und die Versorgung mit Planen.

Die Lage in Madhepura sehe düster aus und scheine immer mehr außer Kontrolle zu geraten. In Madhepura wohnen rund 1,4 Millionen Menschen. „Jetzt ist die Regierung mit der Evakuierung von knapp 1,3 Millionen Menschen beschäftigt, während der Wasserspiegel in den meisten Dörfern weiter ansteigt.“ Vielerorts sei die Gefahrenmarke schon überschritten worden.

„Wir können endlose Schlangen von Menschen und Vieh sehen, die sich über mehrere Kilometer den Weg entlang bewegen. Die Situation wird heute immer schlimmer, da es schwere Regenfälle gibt und der einzige Zugangsweg zum gesamten Gebiet bereits überflutet ist und innerhalb der nächsten Stunden ganz abgeschnitten sein wird. Das gesamte Gebiet wird isoliert sein.“

Die indische Regierung versucht, die durch das steigende Wasser Vertriebenen mit Hilfe von Booten und Flugzeugen zu erreichen. Viele Gebiete bleiben nach Angaben von Caritas Indien jedoch unerreichbar.