Castor (4. Jahrhundert)

Einsiedler und Heiliger

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 264 klicks

Castor lebte im 4. Jahrhundert und stammte aus Aquitanien in Frankreich. Die Umstände, unter denen er nach Trier gelangte, sind unklar. In Trier wurde er Schüler des Bischofs Maximin. Dieser weihte Castor auch zum Priester. Anschließend lebte Castor in Karden an der Mosel als Einsiedler; schon bald scharten sich einige Gefolgsleute um ihn.

Eine Legende berichtet, wie einst Castor Schiffer auf der Mosel um Salz gebeten habe. Die Schiffsleute kamen seiner Bitte nicht nach und machten sich über Castor lustig. Als sie ansetzten, mit ihrer Reise fortzufahren, erhob sich ein schwerer Sturm. Das Boot der Schiffer drohte zu sinken. In ihrer Not baten sie Castor um Hilfe, der ein Gebet sprach und den Sturm zum Abklingen brachte. Daraufhin wurden die Schiffsleute bekehrt und beschenkten den Heiligen mit reichlich Salz.

In Karden starb er um 400. Seit dem 12. November 837 befinden sich seine Reliquien in Koblenz, da sich dort damals ein dem Heiligen geweihtes Stift befand.