CCEE: Tagung in Istanbul über Religionsfreiheit

Ökumenisches Patriarchat studiert mit dem CCEE historische, rechtliche und politische Aspekte

Rom, (ZENIT.orgCCEE) | 339 klicks

Vom 17. bis 18. Mai 2013 wird in der türkischen Hauptstadt ein Seminar in Erinnerung an Kaiser Konstantin abgehalten. Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) wird mit dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel die historischen, rechtlichen und politischen Aspekte diskutieren.

1700 Jahre sind vergangen, seit im Jahr 313 n.Chr. Kaiser Konstantin die Freiheit des Gewissens und der Freiheit für alle Religionen mit dem Toleranzedikt von Mailand gebilligt hatte, und damit der jahrhundertelangen Christenverfolgung im römischen Reich ein Ende setzte. Seitdem genießen Christen Religionsfreiheit, die die Entwicklung der europäischen Gesellschaft erlaubt hat.

1700 Jahre später, in Erinnerung des für die Geschichte Europas so wichtigen Edikts, wird das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel in Zusammenarbeit mit dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), ein Seminar in Istanbul (17. bis 18. Mai) abhalten, mit Themenschwerpunkt auf religiösem Pluralismus in Europa und in der Welt. Auf Einladung Seiner Heiligkeit, des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I, werden in Istanbul zwei Delegationen, eine der orthodoxen Kirchen und eine der katholischen Kirche zusammenkommen. Das Seminar, das die historischen, rechtlichen und politischen Aspekte der Religionsfreiheit studieren will, wird im „Conrad Hotel“ im Stadtteil Beşiktaş von Istanbul stattfinden.

Am Freitag, dem 17. Mai, wird die Sitzung durch den ökumenischen Patriarchen eröffnet. Im Anschluss folgen Reden von Metropolit Emmanuel von Frankreich und Kardinal Peter Erdö, Präsident des CCEE. Anschließend werden die Teilnehmer mit der Hilfe von Experten die Frage der Religionsfreiheit aus drei Perspektiven diskutieren: Religionsfreiheit aus der Sicht der religiösen Gemeinschaften - mit Teilnahme von Vertretern der Juden, Moslems und der orthodoxen und katholischen Kirche -, die Realität der Religionsfreiheit in der Welt und drittens das Verhältnis von Religion, Politik und Gesellschaft.

Das Treffen wird am Samstag, dem 18. Mai, mit einem Besuch der Grabstätte von Konstantin beschlossen.

„1700 Jahre nach dem Edikt von Mailand sterben Christen in der Welt für ihr Zeugnis für Christus weiter, während in Europa Akte der Intoleranz und Diskriminierung gegen sie ansteigen“, erklärte Metropolit Emmanuel von Frankreich zum Thema der Religionsfreiheit, und fügte hinzu: „Wir hielten es für wünschenswert, diese Tagung zu organisieren, um dem Jahrestag dieses wichtigen Edikt für die Geschichte Europas zu gedenken und um das Christentum als ein Geschenk für Europa anzuerkennen“.

In den letzten Jahren habe vor allem das ökumenische Patriarchat Anstrengungen geleistet, in Zusammenarbeit mit der CCEE ein gemeinsames Zeugnis für den christlichen Glauben zu geben und die Religionsfreiheit auf diesem Kontinent zu fördern, erklärte der Metropolit abschließend.