CCEE-Vollversammlung zu Ende gegangen

Dankesworte des CCEE Präsidenten Péter Kardinal Erdő

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ROM, 30. September 2012 (ZENIT.org). - „Grüezi mitenand”, dieser lokale Gruß als Genius loci in der Konferenzstadt St. Gallen spreche genau das Wichtigste an, was für die Herausforderungen nötig ist, die sich heute stellen, nämlich sie gemeinsam zu lösen. Ohne dieses Gemeinsame und die Solidarität seien keine menschlichen Beziehungen und keine integrale Entwicklung der menschlichen Familie möglich. So der Präsident des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Péter Kardinal Erdő, in seinen Dankesworten zum Ende der Vollversammlung. Gleichzeitig wies er auf die bevorstehende Bischofssynode über die Neuevangelisierung hin, die in den nächsten Tagen in Rom stattfinden wird, und bat um Gebet für dieses Treffen, „da es eine Gelegenheit sei, um die kirchliche Gemeinschaft und den missionarischen Impuls zu stärken.”

[Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut:]

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Am Ende dieses schönen Gottesdienstes möchte ich dem Herrn Bischof von St.Gallen, Markus Büchel, herzlich danken. Ich möchte aber auch all jenen danken, die ihm geholfen haben, diese gelungene Vollversammlung zu organisieren. Ihre Gastfreundschaft und Ihre Kompetenz wurden auch in der Vorbereitung dieses Gottesdienstes sichtbar, der uns durch die Fernsehübertragung mit vielen Menschen verbunden hat.

Der Name des Heiligen Gallus und seiner Stadt ist bei allen Bischofskonferenzen Europas wohl bekannt als der Sitz des Sekretariates des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen. Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, bei diesem feierlichen Anlass, für die Gastfreundschaft und die Großzügigkeit der Katholischen Administration danken; für ihre Unterstützung, auch in finanzieller Sicht, das es dem Sekretariat ermöglicht hat, nun schon seit fast 35 Jahren hier zu wirken und so der Einheit und Kollegialität unter den Bischofskonferenzen Europas zu dienen.

Im Laufe unseres Treffens sind wir GEMEINSAM die Herausforderungen unserer Zeit angegangen, unter Berücksichtigung der sozialen und spirituellen Aspekte. Der genius loci – der Geist des Ortes - in der täglichen Begrüßung, hierzulande: „Grüezi mitenand”, spricht mit tiefer Weisheit dieses GEMEINSAME an, ohne dem keine echten menschlichen Beziehungen bestehen können. Im Magisterium des Heiligen Vaters finden wir, wie einen roten Faden, die lebensnotwendige Bedeutung dieses GEMEINSAMEN und der Solidarität, die eine grundlegende Bedingung sind für eine friedliche Zukunft und für die integrale Entwicklung der menschlichen Familie.

In ein paar Tagen werden viele von uns sich um den Heiligen Vater versammeln für die Bischofssynode über die Neuevangelisierung. Ich bitte Sie, für dieses wichtige Ereignis zu beten, damit es für uns alle, in diesem Moment der grossen Herausforderungen für Europa und für die ganze Welt, eine Gelegenheit sei, um die kirchliche Gemeinschaft und den missionarischen Impuls zu stärken.

Es freut mich, dass wir diese Heilige Messe zusammen auch mit vielen Vertretern der katholischen Gemeinschaften in St.Gallen feiern konnten. Besonders freut mich, dass hier viele Gemeinschaften aus verschiedenen Nationen und Sprachen anwesend sind, die in dieser Stadt leben. Es freut uns zu sehen, dass Sie Ihre Identität bewahrt haben, und gleichzeitig im Leben der Diözese gut integriert sind.

Auch wir möchten Ihnen unser Gebet zusichern, durch das wir den Herrn bitten, dass Er Sie und Ihre Stadt segne. Diese Stadt, die den Namen eines grossen Heiligen trägt möge ein Zeichen der Hoffnung und des Glaubens für unser Europa sein.

Maria, Mutter der Kirche und Heiliger Gallus, bittet für uns.