CDU, CSU und FDP einigen sich über Betreuungsgeld

BKU begrüßt den Einstieg in das Bildungssparen

| 758 klicks

KÖLN, 6. November 2012 (ZENIT.org/BKU). - Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) begrüßt den Einstieg in das Bildungssparen, den die Regierungsparteien beim Koalitionsgipfel beschlossen haben. CDU, CSU und FDP hatten sich in der Nacht zu Montag darauf geeinigt, dass das Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in Kindergärten oder Krippen betreuen lassen, optional auch in Sparverträge zur späteren Ausbildungsfinanzierung eingezahlt werden kann. Das Bildungssparen analog zum Bausparen ist Bestandteil des Konzepts zur Bildungsfinanzierung, das der BKU entwickelt und im November 2008 als Diskussionspapier veröffentlicht hat.

„Da das Betreuungsgeld lediglich zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr des Kleinkindes gezahlt wird, muss es in ein Gesamtkonzept eingebunden werden“, forderte die Vorsitzende des BKU, Marie-Luise Dött (MdB). Das BKU-Konzept sieht vor, dass der Staat das Bildungssparen vom ersten bis 18. Lebensjahr finanziell fördert.„Bis zu einer Obergrenze von jährlich 1200 Euro Bildungssparbetrag pro Kind soll der Staat jeden Euro, der auf ein separates Bildungssparkonto eingezahlt wird, mit einer Prämie von zehn Cent aufstocken“, erläuterte Dött. Die Einzahlungen sollten als Sonderausgaben steuerlich absetzbar sein. Das Guthaben auf diesem Bildungskonto könnte dann vom 18. Lebensjahr an in die persönliche Aus- und Weiterbildung investiert werden.

In seinem Gesamtkonzept„Bildung für alle - Soziale Marktwirtschaft in der Bildungsfinanzierung“ schlägt der BKU für alle Altersgruppen konkrete Maßnahmen vor, um die Bildungschancen von Kindern zu erhöhen. Das Diskussionspapier kann auf der Internetseite des BKU heruntergeladen werden:

*Der BKU: Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.