Chaldäische Bischöfe fordern Schutz ihrer Gläubigen

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BAGDAD, 18. September 2003 (ZENIT.org).- Die chaldäischen Bischöfe des Irak haben den US-amerikanischen Zivilverwalter Paul Bremer gebeten, die Rechte ihrer Gläubigen zu achten.



Die 19 Bischöfe, welche die Erklärung am 15. September unterzeichneten, haben Bremer gebeten, dass „die Rechte aller Christen im Irak auf religiöser, gesellschaftlicher und politischer Ebene garantiert werden mögen – vor allem jene der Chaldäer“.

Die Bischöfe erinnern daran, dass diese die Nachfahren der Urbevölkerung im Irak sind. In den letzten Jahrzehnten haben Tausende freiwillig oder unter Zwang das Land verlassen müssen.

Die Chaldäer sind nach Arabern und Kurden die drittgrößte ethnische Gruppe im Irak und stellen etwa drei Viertel der Christen. In der Erklärung betonen sie, dass der Einfluss auf das kulturelle Leben des Irak jedoch weitaus größer sei als es ihrer zahlenmäßigen Vertretung entspräche.

In der auf Englisch verfassten Erklärung, welche die vatikanische Nachrichtenagentur Fides veröffentlicht, heißt es seitens der Bischöfe: „Wir erklären an dieser Stelle unsere Solidarität mit allen Bürgern Iraks: Arabern, Kurden, Turkmenen und mit allen ethnischen und religiösen Gruppen, die in Frieden und Brüderlichkeit miteinander leben, insbesondere mit unseren christlichen Brüdern: den Assyrern, Syrern, Armeniern und Lateinern, um das Ziel zu verfolgen, einen neuen, demokratischen, freien und wirtschaftlich blühenden Irak aufzubauen“.