Chaldäischer Patriarch von Bagdad (Irak) bangt um das Leben seines Priesters

P. Saad Syrop wurde vor 20 Tagen entführt

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BAGDAD, 5. September 2006 (ZENIT.org).- Erzbischof Emmanuel III. Delly, Patriarch von Babylon und der Chaldäer, hofft, dass der entführte Pfarrer Hanna Saad Sirop am Leben bleibt und bald freigelassen wird.



P. Sirop wurde am 15. August nach der Feier der Heiligen Messe im Bagdader Bezirk Al Dora von drei maskierten Männern gewaltsam entführt. Seither fehlt von ihm jede Spur. Die Täter fordern eine Million Dollar Lösegeld.

Wie die Nachrichtenagentur MISNA am Samstag berichtete, hatte der 24-jährige Priester am 26. August Gelegenheit, telephonisch mit Erzbischof Delly zu sprechen. Der Patriarch bestätigte diese Angaben. Pater Sirop habe zu ihm gesagt: "Ich bin gesund, ich befinde mich in der Hand jener Männer, die mich entführt haben."

Nach diesem Gespräch, so Patriarch Delly, sei eine Woche verstrichen, ohne dass man etwas vom entführten Priester gehört habe. Allerdings hätten ihm die Entführer zu verstehen gegeben, dass sie den Geistlichen freilassen wollten.

"Seit genau einer Woche habe ich keine Nachricht mehr von ihm", sagte der Erzbischof von Bagdad. "Hoffen wir, dass sie ihn möglich bald freilassen; hoffen wir, dass sie ihn nicht umbringen."

P. Sirop hatte ursprünglich vorgehabt, in diesem Monat September für längere Zeit nach Rom zu gehen, um seine Doktorarbeit in Philosophie zu schreiben.