China: 80-jähriger Gemeindepfarrer bringt Bau einer neuen Kirche auf den Weg

Trotz Behinderung aus Gefängniszeit unermüdliche Evangelisierungsarbeit

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ZHOU ZHI, 30. November 2011 (ZENIT.org). –  Trotz seines hohen Alters und einer Behinderung aus den Zeiten der Kulturrevolution hat Pfarrer Zhang Xiong Feng aus der Diözese Zhou Zhi (Provinz Shaan Xi) am vergangenen 12. November der feierlichen Einweihung einer neuen Kirche vorgestanden, die dem Heiligen Herzen Jesu gewidmet ist, wie der Fidesdienst berichtet. Es konzelebrierten rund 30 Priester mit dem 80-jährigen Gemeindepfarrer bei dem Einweihungsgottesdienst, an dem neben zahlreichen Ordensfrauen auch viele Gläubige teilnahmen.

Pfarrer Zhang, der seit einem Knochenbruch während der chinesischen Kulturrevolution am rechten Bein behindert ist, führte sein Amt als Gemeindepfarrer und die Evangelisierungstätigkeit in seiner Pfarrei trotz seiner Krankheit weiter fort. Schon kurz nach seiner Freilassung im Jahr 1984 begann er mit dem Wiederaufbau einer kleinen Kapelle aus den Trümmern der Kirche vom Heiligen Herzen Jesu. Im Laufe der Jahre stieg die Zahl der Gemeindemitglieder um ein beachtliches Maß, so dass eine größere Kirche in solider Bauweise notwendig wurde.

Im vergangenen Jahr begann der 80jährige Priester mit der Verwirklichung seines Traums und brachte zusammen mit seinen Gläubigen den Bau der neuen Kirche auf den Weg. Nachdem die notwendige Summe von 1,1 Millionen Yuan (270.000 Euro) mit Unterstützung vieler Wohltäter zusammengekommen war, wurde mit dem Bau der 35 Meter langen und 15 Meter breiten Kirche begonnen. Insgesamt werden sich die Gesamtkosten auf rund 2 Millionen Yuan belaufen, doch Pfarrer Zhang ist zuversichtlich: „Wir legen alles in die Hände des Herrn, damit wir einen Gotteshaus haben werden, in dem wir beten und das Brot brechen können.“