China: Bischof Jia Zhiguo erneut verhaftet

Man verbot ihm, das Schreiben Benedikts XVI. an die chinesischen Katholiken zu verbreiten

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PEKING, 24. August 2007 (ZENIT.org).- Der Bischof der chinesischen Diözese Zheng Ding, der zur romtreuen katholischen Untergrundkirche gehört, ist erneut festgenommen worden, berichtete die in den USA ansässige Kardinal-Kung-Stiftung.



Der 73-jährige Bischof ist demnach am Dienstag von Polizisten des chinesischen Sicherheitsbüros und der Religionsbehörde in Zhengding in der nördlichen Provinz Hebei abgeführt worden. Das Ziel der Maßnahme, so berichtete AsiaNews, sei es gewesen, die Verbreitung des Briefes von Papst Benedikt XVI. an die Katholiken in China zu unterbinden.

Bischof Jia ist seit Januar 2004 mindestens zehn Mal verhaftet worden. Zuletzt war er rund um die Uhr bewacht worden, wobei sich die Zahl der Sicherheitsbeamten kontinuierlich erhöhte.

Jeder, der die Wohnung des Bischofs besuchte, wurde festgenommen, einschließlich ein Priester und ein Laie, die vor ihrer Freilassung einem achtstündigen Verhör unterzogen wurden.

Joseph Kung, Vorsitzender der Kardinal-Kung-Stiftung, sagte zu diesen Vorfällen: „Es liegt auf der Hand, dass die oben genannten Aktionen der chinesischen Regierung nicht nur gegen den Geist des China-Briefs des Papstes verstoßen, der vor rund zwei Monaten veröffentlicht wurde, sondern auch gegen die allgemein akzeptierten Prinzipien der Menschenrechte und den Olympischen Geist.“

In der Volksrepublik China gibt es eine staatlich kontrollierte katholische Kirche, die Katholische Patriotische Vereinigung, und die vom Staat verfolgte romtreue katholische Untergrundkirche. Bischof Jia Zhiguo hat bisher 20 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht.