China: Christen und Buddhisten helfen Erdbebenopfern

Vize-Ministerpräsident dankt religiösen Hilfskräften

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PEKING, GENF, 21. April 2010 (ZENIT.org/idea).- In China arbeiten christliche Organisationen und buddhistische Mönche zusammen, um den Erdbebenopfern im tibetischen Hochland zu helfen. Bei der Naturkatastrophe am 14. April starben nach Behördenangaben mehr als 2.000 Menschen. Über 12.300 Personen seien verletzt worden, Zehntausende hätten ihre Wohnungen verloren.

Unter den Rettungskräften befinde sich ein Team der Hongkonger Amity-Diakoniestiftung, berichtet die ökumenische Nachrichtenagentur ENI in Genf. Die Stiftung wird von dem globalen Kirchennetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) unterstützt, deren deutsches Mitglied die Diakonie-Katastrophenhilfe in Stuttgart ist. Auch Mitarbeiter des christlichen Hilfswerks World Vision, die bereits beim Erdbeben 2008 in der Provinz Sichuan eingesetzt waren, beteiligten sich an den Rettungsmaßnahmen, meldet ENI. Deren Hauptaufgabe sei der Wiederaufbau von Schulen.

Die römisch-katholische Kirche helfe durch eine chinesische Partnerorganisation von Caritas International. Laut ENI fallen die rund 20 tibetischen Mönche unter den Helfern am meisten auf, weil sie ihre traditionellen kastanienbraunen Kleider anbehielten. Chinas Vize-Ministerpräsident Hui Liangyu, der die Hilfen koordiniert, dankte den Mönchen und den anderen Gläubigen für die Liebe zu ihrer Heimat, die sich gerade in Krisenzeiten bewähre. Religiöse Menschen und Angehörige ethnischer Minderheiten hätten eine große Bedeutung für China.