China: Katholik opfert sein Leben für die Verteidigung eines Kindes

Behinderter zum Helden der Gerechtigkeit und des Mutes ernannt

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ROM, 18. Januar 2012 (ZENIT.org). - In der Provinz Hebei starb im Mai letzten Jahres der behinderte Katholik Wu Wen De in der Kleinstadt Gao Cheng (Hebei) bei dem Versuch, ein Mädchen vor einem angreifenden Dieb zu retten, wie Faith dem Fidesdienst aus Hebei berichtet.

Damit gehört er zu den bedeutendsten zehn Persönlichkeiten, die die chinesischen Medien in der Provinz Hebei, der katholischen Hochburg in China, wegen ihres vorbildlichen Verhaltens nunmehr gewürdigt haben. Für die Katholiken ist insbesondere sein christliches Glaubenszeugnis nach dem Vorbild Jesu Christi wertvoll, der für die Menschen sein Leben hingab.

Wu Wen De hatte trotz einer Behinderung, an der er seit seiner Kindheit infolge einer Kinderlähmung litt, auf Hilfeschreie eines Mädchens reagiert, das sich gegen einen Dieb wehrte. Keiner der anwesenden Passanten hatte angehalten, um dem Mädchen zu helfen. Wu Wen De, der in der Nähe den Lastwagen einer Eisenfabrik reinigte, eilte sofort zu Hilfe und versuchte, den Dieb abzuwehren, der jedoch elfmal mit einem Messer auf ihn einstach. Wu Wen De starb im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen.

An seinem Begräbnis hatte nicht nur die katholische Glaubensgemeinschaft teilgenommen, sondern auch viele andere Bürger der Stadt sowie Vertreter der Gemeinde- und Provinzverwaltung.

Wu Wen De wurde zum „moralischen Vorbild“ und „Held der Gerechtigkeit und des Mutes“ ernannt. [jb]