China: Kirche wurde von Brandstiftern niedergebrannt

Örtliche Polizei gibt Suche nach Tätern auf

| 1034 klicks

ROM, 19. September 2012 (ZENIT.org). – Nach Erklärung von Mitgliedern einer Pfarrei in Zentralchina wurde ihre Kirche letzte Woche Opfer einer Brandstiftung.

Die Kirche war das einzige Gebäude im Dorf Caibang in der Nähe von Xiantao Stadt, das nach einer Brandserie zunächst stehen geblieben war. Unternehmer hatten den Anliegern Geld zur Umsiedlung angeboten, um Platz für neue Wohnungsgebäude zu schaffen. Ein lokaler Katholik, der anonym bleiben will, äußerte in einem Interview gegenüber UCA News, die Bauingenieure hätten Häuser abbrennen lassen, um ihre Bewohner zur Umsiedlung zu zwingen, damit ein von ihnen vorgesehenes Bauprojekt schneller voran gehen könne. „Niemanden scheint diese verwerfliche Taktik zu interessieren“, erklärte der asiatische Katholik.

Pater Zhang Wei, ein junger Priester der Hanyang Diözese, berichtete auf seinem Blog von dem Feuer. Er erklärte, die Verantwortlichen hätten keinen Ersatz für die Kirche zugesichert, was einen Umzug ermöglicht hätte.

In der Kirche wurde der hölzerne Altar niedergebrannt, ebenso brannte das Dach aus. Der Priester äußerte den Verdacht: „Wenn nicht entzündliche Substanzen in der Kirche verbreitet worden wären, hätte sie nie so schnell Feuer gefangen.“

Er fügte hinzu, dass die Gläubigen die Kirche nach der Osterliturgie verlassen mussten, weil die Behörden die Wasserversorgung und die Elektrizität gekappt hatten.

P. Zhang beschwerte sich, die Polizei habe bisher den Fall nicht aufmerksam genug verfolgt.

Die Kirche war 1993 wiedererbaut worden, nachdem sie 1953 während der kommunistischen Machtergreifung unter Mao Zedong und der damit verbundenen Unruhen beschädigt worden war.

[Übersetzung des englischen Originals von Jan Bentz]