China- Kommission erörtert gegenwärtige Herausforderungen

Dreitägige Sitzung im Vatikan

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ROM, 12. April 2011 (ZENIT.org). – Die Kommission, die von Papst Benedikt XVI. im Jahre 2007 gegründet wurde, um sich mit wichtigen Fragen bezüglich der Kirche in China zu beschäftigen, tagt nach Verlautbarung des Pressebüros des Heiligen Stuhls seit Montag dieser Woche im Vatikan.

In einem Kommuniqué vom Samstag wurde darüber informiert, dass sich die Kommission aus „Verantwortlichen der Dikasterien der Römischen Kurie mit Kompetenz auf diesem Gebiet und aus Vertretern des chinesischen Episkopats sowie der Ordensgemeinschaften" zusammensetzt.

Es ist die vierte Sitzung dieser Kommission. Die erste Tagung fand vom 10. bis 12. März 2008 statt und hatte den Brief des Papstes vom 27. Mai 2007 an die chinesischen Katholiken zum Thema. Die beiden folgenden Zusammenkünfte, vom 30. März bis 1. April 2009 und vom 22. bis 24. März 2010, beschäftigten sich mit den Themen „der menschlichen, intellektuellen, spirituellen und pastoralen Ausbildung der Seminaristen und Personen des geweihten Lebens und der ständigen Ausbildung der Priester".

Das Pressebüro erklärte, dass auf der Plenartagung in dieser Woche „die pastorale Situation der kirchlichen Verwaltung in China in Betracht gezogen wird, insbesondere unter Berücksichtigung der Herausforderungen, denen sich die Kirche bei der Verkündigung des Evangeliums unter den gegenwärtigen sozialen und kulturellen Bedingungen gegenübergestellt sieht."

Die Beziehungen zwischen dem Vatikan und der chinesischen Regierung hatten sich Ende 2010 nach einer vorübergehenden Entspannung wieder verschlechtert. Anlässe waren eine ohne Zustimmung Roms erfolgte Bischofsweihe im November sowie die Vollversammlung der staatsnahen vom Papst nicht anerkannten „Patriotischen Vereinigung chinesischer Katholiken". Ende März war erstmals nach diesen Verstimmungen wieder ein Bischof im Einvernehmen von Vatikan und chinesischen Behörden geweiht worden.