China: Studienseminar zu Porta fidei

Päpstliches Schreiben zum Jahr des Glaubens der Öffentlichkeit präsentiert

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ROM, 21. Juni 2012 (ZENIT.org). – In der Diözese Nan Chong in der Provinz Sichuan fand am 9. Juni ein Studienseminar statt, bei dem das Apostolische Schreiben „Porta Fidei“ im Mittelpunkt stand, mit dem Papst Benedikt XVI. das Jahr des Glaubens eröffnet hat. Priester und Laien wohnten einer Präsentation des Dokuments bei, das von Dozenten des Priesterseminars in Sichuan vorgestellt wurde, wie der Fidesdienst berichtet.

„Ziel des Apostolischen Schreibens Porta Fidei und des von Papst Benedikt XVI. auf den Weg gebrachten Jahres des Glaubens ist das Nachdenken über unseren Glauben und dessen Umsetzung, damit wir die Freude an unserem Glauben entdecken“, so einer der Redner.

Die Diözese Nan Chong (ursprüngich Shun King) wurde erstmals 1756 von P. Li An De (1692-1775) evangelisiert. Der chinesische Priester und Missionar war Mitglied der Gesellschaft für die Außenmissionen von Paris (mep), der nach der Ausweisung der ausländischen Missionare aus der Provinz zehn Jahre allein für die Verkündigung des Evangeliums in der ganzen Provinz verantwortlich war.

Sein missionarisches Tagebuch gilt noch heute als wertvolles Dokument der Missionsgeschichte. Im Jahr 1929 wurde das Apostolische Vikariat Shun King errichtet, das 1946 mit der Errichtung der katholischen Hierarchie in China in den Rang einer Diözese (Nan Chong) erhoben wurde. Heute gibt es in der Diözese 80.000 Gläubige, 43 Kirchen und Kapellen, 27 Missionsstationen, 12 Priester, 6 große Seminaristen und 11 Ordensschwestern.

Am 19. April dieses Jahres wurde der neue Bischof der Diözese mit Zustimmung des Heiligen Stuhls geweiht. In der Diözese gibt es auch ein bekanntes, nach dem heiligen Benedikt benanntes Trappistenkloster.