Chinesische Katholiken stehen treu zum Papst und der Mutterkirche

Synodenväter antworten auf Brief über die Lage in China

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VATIKANSTADT, 23. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Am Dienstag, dem 16. Oktober, war bei der 13. Generalkongregation ein Brief von Bischof Lucas Ly Jingfeng von Dengxiang (China) an die Synodenväter über die Lage der Kirche in China vorgelesen worden. Die Synodenväter bedankten sich in einer Antwort, die vor der Vollversammlung verlesen wurde.

[Wir veröffentlichen den Wortlaut des Antwortbriefes in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls:]

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Hochwürdigster Herr Bischof,

Mit großer Freude haben die Synodenväter, die hier die 13. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode mit dem Thema über die Neue Evangelisierung und die Weitergabe des Glaubens begehen, Ihren Brief erhalten, mit dem Sie Ihre Stimme in der Volksrepublik China vernehmbar machen wollten. Ihre Intention wurde sehr geschätzt, auch wenn unter den Synodenvätern Bischöfe aus Hong Kong und Taiwan anwesend sind.

Die Synode hat mit Befriedigung vernommen, und Gott dafür gedankt, dass die katholischen Gläubigen in China fest an ihrer Treue, ihrer Ehrfurcht und ihrer Loyalität der Heiligen Mutter Kirche gegenüber festhalten. Wir wissen, dass das Leid, die Gebete und die Freude, Christen in China zu sein, Gott wohlgefällige Opfer sind und allen Christen in der ganzen Welt Mut machen.

Am Sonntag, dem 7. Oktober, hat der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. mit einer feierlichen eucharistischen Liturgie die 13. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode eröffnet, er hat des 50. Jahrestags der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils gedacht, und das Jahr des Glaubens eröffnet, das mit dem Christkönigsfest 2013 endet. Auch wenn Sie und die anderen katholischen Bischöfe aus China nicht das Wort ergreifen konnten, so haben wir Sie doch als im Geiste Anwesende betrachtet. Wir fordern alle Bischöfe, Priester und Gläubigen dieses großen Landes auf, das Jahr des Glaubens mit Hingabe und Eifer zu leben. So bitten wir, dass die Evangelisierung des chinesischen Volkes ganz besonders am Herzen aller liegen soll, ebenso wie die Wiederevangelisierung derer, deren Glaube lau geworden ist oder die den Glauben völlig verloren haben.

Die Bischofssynode drückt Ihnen und der gesamten Kirche in China alle guten Wünsche aus, in der Hoffnung, dass die Bischöfe aus ihrem edlen Land in Zukunft an den Arbeiten der Synode teilnehmen können.

Der Heilige Vater Benedikt XVI. sendet Ihnen, Ihren Priestern und Gläubigen sowie der ganzen geliebten Kirche in China einen besonderen Segen.

Der Delegierte turnusmäßige Präsidenten-Generalsekretär