Chinesisches Neujahrsfest: Friede und Harmonie als Ausweg aus der Krise

Neujahrsbotschaft der sechs größten Religionsgemeinschaften in Hongkong

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HONGKONG, 26. Januar 2009 (ZENIT.org).- Solidarität, Nächstenliebe, gesunde ethische und moralische Prinzipien, innere Läuterung und Spiritualität bezeichnen die sechs größten Religionsgemeinschaften in Hongkong in ihrer Botschaft zum heutigen chinesischen Neujahrsfest als Schlüssel zur Überwindung der aktuellen Krise durch Frieden und Harmonie.

Wie das in chinesischer Sprache erscheinende Mitteilungsblatt „Kong Ko Bao“ mitteilt, veröffentlichten die Vertreter der Buddhisten, Konfuzianer, Katholiken, Protestanten, Taoisten und Muslime eine gemeinsame Botschaft zum Neujahrsfest, das in China dieses Jahr am 26. Januar begangen wird.

Das chinesische Neujahrsfest ist eines der schillerndsten Feste im asiatischen Raum. Vielerorts gibt es farbenfrohe Festzüge, die von Tausenden von Feuerwerkskörpern beleuchtet und begleitet werden.

Für Asiaten ist dies die Zeit, Schulden zu begleichen und neue Kleider zu kaufen. Es ist Brauch, die ganze Nacht hindurch Feuerwerkskörper anzuzünden. Vielerorts schenkt man Freunden sowie Verwandten rote Briefumschläge mit „Glücksgeld“.

In ihrer aktuellen Botschaft blicken die Religionsvertreter Hongkongs nach einem Bericht der Päpstlichen Nachrichtenagentur Fides auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres zurück und erklären, dass die Finanzkrise viele Familien betreffe. Außerdem befassen sie sich mit aktuellen sozialen Fragen und den Problemen der Jugendlichen.

Abschließend bekräftigen die Hirten, dass man nur durch innere Umkehr, eine Rückkehr zu gesunden moralischen Prinzipien der eigenen Tradition und durch konkrete Gesten der Nächstenliebe die schwierige Situation überwinden und die Finanzkrise sowie die moralische Krise durch Frieden und Harmonie bewältigen könne.