Christen im Irak verlieren die Hoffnung nicht

Es gibt die Bereitschaft, für den Glauben zu sterben

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BAGDAD, 13. Februar 2008 (Zenit.org).- Die Tatsache, dass drei im Irak entführte Christen bereit waren, für ihren Glauben eher zu sterben als sich zwangsweise auf eine Konversion zum Islam einzulassen, zeige, dass die Gläubigen die Hoffnung noch nicht verloren hätten, erklärte der Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako , im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SIR der italienischen Bischofskonferenz.

Der irakische Oberhirte berichtete vom jüngsten Fall von 40 Studenten, die in der letzten Woche auf einer Straße in der irakischen Hauptstadt Bagdad von Terroristen entführt worden waren.

Wie der Erzbischof erläuterte, umfasste die Gruppe, die im Gewahrsam der Kriminellen war, drei Christen, die gezwungen worden wären, zum Islam zu konvertieren. Die drei Studenten hätten dies schroff abgelehnt und bekräftigt, dass sie bereit seien, für ihren Glauben zu sterben, unterstrich Bischof Sako.

Die Studenten wurden schließlich wieder freigelassen. Der Mut der drei Christen zeige, dass „unsere Gläubigen trotz so vieler Schwierigkeiten weder Glauben noch Hoffnung verlieren, dass sie tatsächlich gestärkt daraus hervorgehen".

In Bezug auf den Prozess der Versöhnung zwischen Muslimen und Christen erklärte Erzbischof Sako: „Selbst während der Fastenzeit, kommen unsere islamischen Brüder zu uns, um uns zu sehen. Aber es dauert seine Zeit, um Initiativen zu fördern, und wir haben viel zu lernen.“