Christen und Muslime entscheiden sich auf den Philippinen einmütig für den Frieden

Interreligiöser Kongress auf der Insel Jolo

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JOLO, 11. Februar 2008 (ZENIT.org).- Im Mittelpunkt eines Treffens zwischen Christen und Muslimen auf der Insel Jolo im Süden der Philippinen stand der gemeinsame Wunsch nach dauerhaftem Frieden. Unter dem Motto „Der Traum vom Frieden auf Jolo im Namen Gottes: Muslime und Christen sind berufen, gemeinsam eine Kultur des Dialogs und der Versöhnung zu schaffen“, berieten über 300 Religionsvertreter, Repräsentanten der zivilen Behörden und Mitglieder verschiedener Vereine über Möglichkeiten konkreter Versöhnung.

Im Schlussdokument, so berichtete die Päpstlichen Nachrichtenagentur „Fides", betonen die Träger der Begegnung: „Die Ausrichtung auf einen Lebensstil im Zeichen des Dialogs und zwischenmenschliche Beziehungen im Zeichen von Aufrichtigkeit, Sensibilität und Solidarität sind der Samen, aus dem der Keim des Friedens unter den Völkern wächst."

Muslime und Christen könnten „im gemeinsamen Streben nach Frieden harmonisch zusammenarbeiten". Die einzige Bedingung dafür sei, den Gefühlen der jeweils anderen kulturellen, ethnischen und religiösen Identität Respekt entgegenzubringen.

„Alle, die von Gott berufen sind, eine Führungsrolle einzunehmen, können den Traum des Friedens auf Jolo umsetzen, wenn sie ihre Führungsrolle als Beispiel für die Bevölkerung betrachten und in ihrem Handeln Gott sichtbar werden lassen."

Eine entscheidende Rolle komme der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zu. Sie könne als „Beitrag zum Frieden" gewertet werden, „wenn das geistliche Wachstum dabei die Grundalge bildet".

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch an den tragischen Tod eines Missionars der Oblaten von der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) auf den Tawi-Tawi-Inseln erinnert. Einmütig verurteilten alle Anwesenden die Gewalttat, um den gemeinsamen Willen zur Versöhnung zu bekräftigen. Sowohl Christen als auch Muslime betonten abschließend, um Frieden und Harmonie auf Jolo beten zu wollen.