Christen und Muslime gemeinsam für den Frieden

Papst Franziskus zum achten islamisch-katholischen Gebetstreffen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 232 klicks

Anlässlich des achten islamisch-katholischen Gebetstreffens, das dieses Jahr in der libanesischen Hauptstadt Beirut stattfindet, hat Papst Franziskus über Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin eine Botschaft an die Teilnehmer überbringen lassen, in der er junge Katholiken und Muslime im Libanon dazu aufrief, sich gemeinsam für den Frieden und das Gemeinwohl zu engagieren. In der Mitteilung des Papstes hieß es, ihre Zusammenarbeit sei wichtig für den Einzelnen und die Gesellschaft. Parolin schreibt im Namen des Papstes:

„Der Papst macht euch Mut, Christen und Muslime, gemeinsam am Frieden und dem Gemeinwohl zu arbeiten, um so an der Entwicklung der einzelnen Person und dem Aufbau der Gesellschaft teilzunehmen.“

An dem Treffen, das von ehemaligen Studierenden der katholischen Universität Saint-Joseph in Beirut und dem College Notre-Dame de Jamhour organsiert wird, nahm auch der Sekretär des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, Pater Miguel Angel Ayuso Guixot, teil. Giuxot sagte auf dem Treffen zu den Anwesenden:

„Der Dialog ist eine eindeutige Kommunikation und besteht darin, zu reden und zuzuhören, und im Geben und Nehmen hin zu einer Entwicklung und einer gegenseitigen Bereicherung zu gelangen. Zu dialogisieren basiert auf der eigenen Glaubenserfahrung und einer Öffnung zur Religion des anderen.“

Er fuhr fort, der interreligiöse Dialog basiere auf vier Aspekten: Leben, Taten, theologischem Austausch und religiösen Erfahrungen. Er unterstrich die gemeinsame Verehrung von Muslimen und Christen für die Jungfrau Maria. Maria sei ein Vorbild für den Dialog, denn sie lehre zu glauben, sich nicht auf die gewonnen Sicherheiten zu verlassen, sondern sich gegenüber dem anderen zu öffnen und bereit zu sein. Diese gemeinsame Verehrung sei die Grundlage für eine Freundschaft und ermutige zu Solidarität und Zusammenarbeit.