Christliche Hirten besuchen die Al Aqsa Moschee

Ausdruck der Solidarität nach den jüngsten Vorfällen in den Höfen verschiedener Moscheen

Jerusalem, (Lateinisches Patriarchat) | 309 klicks

Am 12. September 2013 betrat der israelische Bauten-Minister, begleitet von extremistischen Siedlern und unter dem Schutz der israelischen Polizei, den Hof der Moscheen in Jerusalem, einschließlich der Al Aqsa Moschee, einem heiligen Platz für die Moslems.

Viele Jahre lang war der Zutritt zum Hof der Moschee eine Quelle der Spannung zwischen Palästinensern und Israelis, zwischen Moslems und Juden. In letzter Zeit wurde er der Ort wöchentlicher Gewalt.

Diese kontinuierliche Störung verursacht eine Spaltung zwischen zwei Völkern und gefährdet den Friedensprozess. Die Hirten der Kirchen von Jerusalem besuchten die moslemische Gemeinde, was nach einem der Muftis „einen historischen Besuch“ bedeutete.

Unter den Hirten waren: Bischof William Shomali, Patriarchalvikar von Jerusalem, der anglikanische Bischof Suheil Dawani und der armenisch-katholische Patriarchal-Exarch von Jerusalem Joseph Kelekian. Gemeinsam verliehen sie ihrem Wunsch Ausdruck, dass die Koexistenz zwischen Christen und Moslems sich durchsetzt, wie es jetzt ist und viele Jahre lang war. Dieses einzigartige und dennoch essentielle Treffen ist ein Schritt näher zu dem, wonach jeder strebt – Frieden im Mittleren Osten, aber zunächst in Jerusalem.

Pierre Loup de Raucourt

(Quelle: Lateinisches Patriarchat von Jerusalem, 07/10/2013)