Christliche Werte müssen neuen Stellenwert bekommen

Erzbischof Robert Zollitsch ruft zu mutigem Bekenntnis des Glaubens auf

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 272 klicks

Am Sonntag ermutigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch im Freiburger Münster die Gläubigen, die christlichen Werte in der Gesellschaft in Erinnerung zu rufen. Zum Abschluss des „Jahres des Glaubens“ rief er die Christen zu einemmutigen Bekenntnis ihres Glaubens in der Öffentlichkeit auf.

Zollitsch sprach sich vehement gegen die verzerrenden Darstellungen in der Öffentlichkeit zum Wirken der Kirche aus. Das Glaubenszeugnis sei durch eigene Schwächen „verdunkelt“ worden, so dass der Eindruck entstanden sei, der Kirche gehe es in erster Linie um die Selbsterhaltung und die damit in Zusammenhang stehenden Finanzen. Die Pauschalität, die diese Vorwürfe begleite, sei sehr schmerzhaft, da das Anliegen der Kirche das genaue Gegenteil sei.

Die Kirche schaffe nur dann Raum für das Handeln Gottes, wenn sie sich ihre eigene Schwäche eingestehe. Wörtlich sagte Zollitsch: „Dann sind nicht wir diejenigen, die die Welt erlösen zu müssen meinen. Auf diese Weise geben wir Gott seine Größe, die er an uns zeigen kann.“