Christlicher Ärzte weigern sich, „Scharfrichter“ zu sein

Katalonische Vereinigung gegen die Legalisierung von Euthanasie

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BARCELONA, 16. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Die Legalisierung von Euthanasie und assistiertem Selbstmord wird von den Ärzten im autonomen spanischen Bundesland Katalonien als„ethische Dekadenz“ entschieden zurückgewiesen.



Die Vereinigung Christlicher Ärzte von Katalonien haben auf den kürzlich vorgelegten Bericht des katalonischen Bioethikrates zum Thema Euthanasie eine Erklärung veröffentlicht, in der unter anderem betont wird: „Wir Ärzte wollen keine Scharfrichter sein.“

Für Dr. Ferran García-Fària, den Vorsitzenden der Vereinigung, ist Euthanasie außerhalb der beruflichen Pflichten eines Arztes angesiedelt. Der medizinische Dienst bestehe vielmehr „in der Pflege und Heilung des Patienten“.

Die Ärzte warnen davor, dass die Annahme des ersten Falls von Euthanasie „einen Wasserfall von weiteren Fällen auslöst, der auch behinderte, demente und alte Menschen mit einschließt.“ Wenn ursprünglich Verbotenes erlaubt und praktiziert werde, „wird das immer mehr als normal angesehen – besonders, wenn damit finanzielle Vorteile verbunden sind, und zwar im öffentlichen Leben wie im Privatbereich“.

Die Vereinigung Christlicher Ärzte bezeichnet die Legalisierung von Euthanasie als „ethische Dekadenz“; für diejenigen, die die „freiwillige Euthanasie“ akzeptieren, werde nach und nach die „unfreiwillige Euthanasie“ zur Pflicht. Die Würde jedes Menschen sei ein „absoluter intrinsischer Wert“ und beinhalte die Verpflichtung, diese Würde auch zu schützen.