Christliches Erbe stärken: Papst Benedikt empfing Delegation aus Bulgarien

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ROM, 25. Mai 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. würdigte am Donnerstag das Bestreben Bulgariens, „seine europäischen Traditionen zu stärken, die zutiefst von den Werten des Evangeliums durchdrungen sind“.



Aus Anlass der Feiern zu Ehren der beiden heiligen Europapatrone Kyrill und Method – ihr Gedenktag wird im Westen am 14. Februar begangen, in den orthodoxen Kirchen aber, die dem julianischen Kalender folgen, am 11. Mai – empfing der Papst den bulgarischen Parlamentspräsidenten Georgi Pirinski, der von Regierungsvertretern und Repräsentanten der orthodoxen Kirche in Bulgarien begleitet wurde.

„Dieses Land hat – im Evangelium – eine Quelle von Werten entdeckt, die die Kraft besitzen, die Kultur, die Identität und den charakteristischen Genius seiner Bevölkerung zu stärken.“ In diesem Sinn, so Papst Benedikt, habe die Lehre der beiden heiligen Brüder Kyrill und Method aus Saloniki – der „Apostel der Slawen“ – zur „Ausbildung des geistlichen Lebens des bulgarischen Volkes beigetragen“ und ihm damit seinen Platz in der kulturellen Tradition des europäischen Kontinents gesichert.

„Nach der traurigen und schwierigen Zeit der kommunistischen Herrschaft geht Bulgarien heute dem vollen Zusammenschluss mit anderen europäischen Nationen entgegen“, erklärte Benedikt XVI. angesichts der Tatsache, dass Bulgarien zu Beginn dieses Jahres EU-Mitglied wurde. Rund 82 Prozent der 7,3 Millionen Menschen, die in dieser südosteuropäischen Nation leben, sind orthodox; 12,2 Prozent sind Anhänger des Islam.

Der Heilige Vater verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass Bulgarien und seine Bevölkerung „die christlichen Werte, die aus den Lehren der Heiligen Kyrill und Method kommen und die auch heute noch gültig und notwendig sind, bewahren und fördern werden“.