Christus heilt die „Lähmung des Geistes“, die Sünde

Worte Benedikts XVI. beim Angelus-Gebet

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ROM, 23. Februar 2009 (ZENIT.org).- Christus besitzt die Macht, den Leib gesunden zu lassen - ein Zeichen dafür, dass er die Sünden nachlassen und so die „Lähmung des Geistes“ durch die barmherzige Liebe Gottes heilen kann.

In diesem Sinn wandte sich Papst Benedikt XVI. gestern, Sonntag, vor dem traditionellen Angelusgebet an die auf dem Petersplatz versammelten Pilger und Besucher. Gleichzeitig erinnerte der Heilige Vater alle an das liturgische Fest Kathedra Petri, das in der Petersbasilika als Hochfest begangen wird. Er betonte in diesem Zusammenhang die besondere Rolle des Papstes als Vorsteher der Liebesgemeinschaft der Kirche.

Benedikt XVI. betonte mit Blick auf das Sonntagsevangelium - die Heilung eines Gelähmten durch Jesus -, dass die Sünde, „eine Art Lähmung des Geistes“, nur durch die göttliche Barmherzigkeit besiegt werden könne. Die körperliche Heilung durch Jesus sei ein „Zeichen der geistlichen Genesung“.

Anschließend ging Benedikt XVI. auf das gestrige Fest Kathedra Petri ein, das das Amt des Nachfolgers des Apostelfürsten Petrus herausstellen wolle. Die Kathedra des Petrus symbolisiere die Autorität des Bischofs von Rom, der dazu berufen sei, dem ganzen Volk Gottes einen besonderen Dienst zu erweisen. Unmittelbar nach dem Martyrium der heiligen Petrus und Paulus sei der Kirche von Rom eine Vorrangstellung innerhalb der katholischen Gemeinschaft zuerkannt worden, was dann im zweiten Jahrhundert Ignatius von Antiochien vom Irenäus von Lyon bezeugt hätten. Das Zweite Vatikanische Konzil habe diese besondere Stellung in der dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen gentium bekräftigt.

Benedikt XVI. bat die Gläubigen, für ihn zu beten, damit er die Aufgaben des Nachfolgers Petri treu erfüllen könne. Abschließend erinnerte der Papst die Gläubigen an den Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch (25. Februar). Auf die Fürsprache der Jungfrau Maria erbat er für alle Anwesenden die  gebotene seelische Bereitschaft, um die 40-tägige vorösterliche Zeit entsprechend beginnen zu können.