Christus in jedem gezeugten Kind sehen

Botschaft von Benedikt XVI. an die Pilger einer polnischen Pro-Life-Initiative

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von Mariusz Frukacz

CZESTOCHOWA, 17. August 2012 (ZENIT.org) - Am 15. August schickte Benedikt XVI. eine Botschaft an die Teilnehmer der 301. Fußwallfahrt von Warschau zum Heiligtum Czestochowa, die anlässlich des 25-jährigen Bestehens der polnischen Pro-Life-Initiative „Geistige Adoption für ungeborene Kinder“ stattfand.

Dabei handelt es sich um eine Initiative, die neun Monate dauert und sich zum Ziel setzt, ungeborenes und schon im Mutterleib gefährdetes Leben zu schützen. Erstmals 1987 in der Dreifaltigkeitskirche in Warschau abgehalten, ist diese Veranstaltung seitdem gewachsen und zählt heute Tausende von Teilnehmern in ganz Polen und im Ausland.

Die Worte des Heiligen Vaters wurden vom Warschauer Erzbischof Kazimierz Kardinal Nycz zu Beginn der heiligen Messe im Nationalheiligtum der Schwarzen Madonna auf dem Jasna Góra in Czestochowa verlesen.

„Über das Jubiläum dieser Initiative zugunsten des ungeborenen Lebens informiert“, heißt es in dem Telegramm, „spürte der Heilige Vater den Wunsch, ein Wort der Wertschätzung an alle zu richten, die an dieser Arbeit mit tiefem Glauben teilnehmen und die Werte des Evangeliums, des Lebens und der Kultur der Liebe gegen die immer größer werdende Bedrohung durch Schwangerschaftsabbrüche, Euthanasie und falsche Auffassungen über das Familienleben verteidigen.“

Der Papst äußerte seinen Wunsch, dass diese Initiative „die Herzen der Menschen, die geistigen Beistand brauchen, immer mehr öffnen möge und nicht nur den Kindern, deren Leben bedroht ist, sondern auch den verheirateten Paaren, die es schwer haben, ein neues Leben zu akzeptieren und den Familien, die die tragische Erfahrung eines Schwangerschaftsabbruchs erleben, helfen möge.“

Benedikt XVI. ermunterte alle Teilnehmer der Wallfahrt, ihre Arbeit durch ihr Gebet zu untermauern. Diese Initiative müsse eine Gelegenheit werden, um „die Beziehung der Gemeinde und des Einzelnen zu Christus zu vertiefen, den man in jedem gezeugten Kind sehen muss.“

Zum Abschluss des Telegramms vertraute der Heilige Vater die Arbeit und die Mission der Initiative für die geistige Adoption ungeborener Kinder der Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, Mutter aller Familien an.

[Übersetzung des italienischen Originals von Alexander Wagensommer]