„Christus will auch in unseren Herzen wohnen“: Papst Benedikt XVI. grüßt jugendliche Mariazell-Wallfahrer

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CASTEL GANDOLFO, 16. August 2007 (ZENIT.org).- Maria mache deutlich, „dass Gott Menschen sucht, bei denen er Wohnung nehmen kann“, betonte Benedikt XVI. gestern, Mittwoch, am Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel.



Nach dem Angelus-Gebet wandte sich der Heilige Vater mit einem besonderen Gruß an die rund 3.000 junge Menschen aus ganz Mitteleuropa, die im Vorfeld des Papstbesuches im September 2007 und des Weltjugendtages 2008 in Sydney (Australien) im steirischen Wallfahrtsort Mariazell zu einem großen Glaubens- und Gebetsfest zusammengekommen waren. An der internationalen Jugendwallfahrt, die am Sonntag begonnen hatte und am Mittwoch zu Ende ging, nahmen rund 1.500 Jugendliche aus Österreich, 400 Pilger aus Polen sowie Gläubige aus der Tschechischen Republik, Kroatien, Bosnien, Slowenien und anderen Ländern Mitteleuropas teil.

Ihnen allen erklärte Benedikt XVI.: „Christus will auch in unseren Herzen wohnen. So wächst die Kirche, das Haus Gottes, wenn wir Menschen den Herrn mit unserem Glauben, mit unserer Anbetung, mit Hoffnung und Liebe aufnehmen und lebendige Steine an diesem geistigen Haus werden.“

Der Bischof von Rom, der das Heiligtum der „Magna Mater Austriae“ am 8. September aufsuchen wird, rief die jungen Menschen dazu auf, die Jungfrau Maria um Fürsprache für den eigenen Lebensweg zu bitten. Sie lebe „ganz in der Gegenwart Gottes und bleibt doch den Menschen mit ihrem mütterlichen Herzen zutiefst verbunden“.

Bereits am Sonntagabend, bei der Eröffnung des Jugendtreffens, hatte der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn eine Grußbotschaft des Papstes verlesen. Darin heißt es: „Ich wünsche euch, dass ihr Jesus Christus während dieser Tage im Gebet, in der heiligen Liturgie, die ihr in sichtbarer Einheit mit der ganzen Kirche feiert, und bei euren verschiedenen Treffen begegnen werdet, und dass in ihm eure Freundschaft untereinander wachse.“ Die rege Teilnahme an der Wallfahrt und die Bereitschaft so vieler junger Menschen, in Mariazell Christus in den Sakramenten zu begegnen, ist nach Worten Benedikts XVI. ein klares Zeichen dafür, dass trotz der „materiellen Sättigung“ die Sehnsucht nach dem Ewigen auch heute aktuell „und die Kirche in Europa lebendig ist“.

In seiner Grußbotschaft erinnert Benedikt XVI. zudem daran, dass Mariazell vor 850 Jahren von Mönchen des Benediktinerordens gegründet wurde. Der Geist des Gebetes und der Gemeinschaft, für den der Name des Gründers des Benediktinerordens steht, habe Europa tief geprägt. In ganz Europa seien benediktinische Klöster bis heute Zentren der Liturgie, der Gastfreundschaft und der Bildung. Auch in Mariazell sei dieser Geist erlebbar.

Mit Blick auf seine bislang einzige europäische Pastoralreise außerhalb Italiens in diesem Jahr schreibt der Papst: „Unter dem Motto ‚Auf Christus schauen‘ werde auch ich mich in einigen Wochen zu diesem traditionsreichen steirischen Wallfahrtsort aufmachen. Ich hoffe, dann auch vielen von euch begegnen zu können, um mit euch Gott zu loben und ihm für die Gnade des Glaubens an Jesus Christus, den einzigen Erlöser der Menschheit, zu danken.“