Clemens I. von Rom

Papst des Frühchristentums

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ROM, 23. November 2012 (ZENIT.org). - Clemens I. von Rom war von 92 bis 101 nach Christus Papst. Unter Kaiser Trajan wurde er zusammen mit anderen Christen in einen Steinbruch auf der Insel Krim verbannt, wo alle unter entsetzlichem Wassermangel litten. Der Legende nach schlug Clemens schließlich ein Loch in den Felsen, aus dem eine Wasserquelle sprudelte und allen Wasser schenkte. Nachdem Trajan von der Begebenheit erfahren hatte, soll er den Heiligen mit einem um den Hals gelegten Anker haben ertrinken lassen. Clemens I. starb am 23. November 97.

Viele Jahrhunderte später, um 867, sollen in Chersones die Gebeinde Clemens' wiedergefunden und nach San Clemente in Rom verbracht worden sein. Heute werden die Reliquien des Heiligen im Hochaltar der Oberkirche von San Clemente aufbewahrt. Auf dem Ort, an dem später die Kirche errichtet wurde, soll ursprünglich das Wohnhaus der Eltern Clemens' gestanden haben. Ausgrabungen bestätigten die Bebauung des Geländes zunächst mit einer Werkstattt sowie eine spätere Nutzung als Mithrasheiligtum.

Clemens I. von Rom ist die Freskenausstattung in der Unterkirche von San Clemente gewidmet. Hier befindet sich die älteste Darstellung des Heiligen.

Clemens, der von Barnabas bekehrt und getauft worden war, wurde römischer Gemeindevorsteher. Die sog. Clemensbriefe stellen anschaulich das Leben in der frühchristlichen Gemeinde und die frühchristliche Kirche als Institution dar. Der erste der beiden Briefe stammt mit Sicherheit aus der Hand Clemens', der zweite hingegen wurde von anderen Autoren verfasst. Clemens I. von Rom zeichnete sich durch seinen friedensfördernden Einsatz für die frühchristliche Gemeinde aus. [bd]