Costa Rica: Bischofskonferenz richtet eigene Lebensschutz-Kommission ein

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SAN JOSE, 10. März 2005 (ZENIT.org).- "Angesichts der bedrohlichen Ausbreitung der Abtreibungsmentalität in Costa Rica" hat die nationale Bischofskonferenz gemäß einer Mitteilung ihres Pressebüros eine Sonderkommission eingerichtet, die sich dem Schutz des menschlichen Lebens widmet.



Msgr. José Francisco Ulloa Rojas, Vorsitzender der Bischofskonferenz von Costa Rica, sieht die Hauptaufgabe der neu gebildeten Einrichtung in der Arbeit zur uneingeschränkten Anerkennung der Personenrechte jedes Menschen vom ersten Moment seiner Entstehung an. Darunter gehöre auch das unantastbare Recht jedes Menschen auf Leben.

"Wir dürfen nicht schweigen, wenn die Abtreibungsbefürworter ihre Forderungen stellen, denn sie vergessen, das jedes menschliche Leben respektiert und vollkommen geschützt werden muss – vom Augenblick der Empfängnis an", betonte Ulloa.

Zu den Mitgliedern der neuen Lebensschutz-Kommission zählen neben Bischöfen, die sich bereits um angrenzende Themenbereiche wie Familie oder Glaubenslehre kümmern, unter anderem Ärzte und Menschenrechtsexperten. Mehr als die Hälfte aller Mitglieder sind Frauen.

Die Kirche müsse auch gegen trügerische Formulierungen wie "reproduktive Gesundheit", "Verhütung im Notfall" oder "Mutterschaft ohne Risiko" auftreten, sagte Msgr. Ulloa. Solche Begriffe, die im politischen Diskurs oder in Gesetzestexten oft gebraucht würden, dienten zur Verharmlosung von Abtreibung und Verhütungsmittel und somit zur Ausbreitung einer regelrechten Abtreibungsmentalität in der Gesellschaft.

Die erste Sitzung der Sonderkommission zur Verteidigung des Lebens wird am 15. März stattfinden.