Costa Rica: Kirche klagt über Verstoß gegen Kinderrechte

Betroffen sind vor allem Indiogemeinden und Familien mit Migrationshintergrund

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SAN JOSÉ, Costa Rica, 14. September 2009 (ZENIT.org).- Von Armut und Ausgrenzung unter den Kindern von Costa Rica, insbesondere in Indiogemeinden oder Migrantenfamilien, klagt jetzt die Kirche des Landes in einer Stellungnahme, die die Nachrichtenagentur Fides veröffentlichte.

„Bedauerlicherweise sind wir auch heute noch Zeugen von Situationen, die die Lebensqualität unserer Jüngsten beeinträchtigen“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Costa Rica, Erzbischof Hugo Barrantes.

Er weist diesbezüglich auf das Drama der Verborgenheit hin, unter dem Indios und Nachkommen afroamerikanischer Einwanderer leiden. Kinder mit einem solchen Hintergrund hätten oft wenig Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem oder anderen Dienstleistungen und damit nicht die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten.

„Wir wiederholen noch einmal, dass die unmenschlichen Armut, unter denen viele unserer Familien leiden, auch heute Grund für Verstöße gegen die Rechte der Kinder und Jugendlichen in unserem Land sind“, betonte der Erzbischof. Er wünscht sich einen Staat, der sich um eine ausgeglichene Entwicklung des Landes bemüht, in dem ein Wirtschaftswachstum gefördert wird, das mit sozialer Gerechtigkeit vereinbar ist. Außerdem fordert Erzbischof Barrantes die Schaffung eines Familienministeriums, in dem die Bemühungen um die Förderung von Frauen, Erwachsenen und Kindern zusammenlaufen.