Dank an Bischof Algermissen

Leserbrief eines evangelischen Pfarrers und Berufschullehrers

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Von einem Pfarrer und Berufschullehrer der evangelischen Kirche Baden erreichte uns zu unserem Artikel zum Thema Organspende folgender Leserbrief:

„Wann ist ein Mensch tot, und wann liegt er noch im Sterben? Als Pfarrer in einer beruflichen Schule versuche ich meine Schüler auf jene Fragen hinzuweisen, die hinter der gegenwärtigen Organspende-Werbung verborgen bleiben. Ich bin dankbar, dass Bischof Algermissen die entscheidenden Punkte benennt. Wie er fühle ich mich nicht als Besserwisser oder einer, der grundsätzlich das Ethos der Mediziner in Frage stellt. Vielmehr muss deutlich werden, dass das Humanum nicht ausschließlich wissenschaftlich oder gar utilitaristisch beschrieben werden kann. Zur Würde des Menschen, auch des Sterbenden, haben so viele Stimmen einen gewichtigen Beitrag zu leisten, nicht zuletzt die christliche Anthropologie, die den Menschen als Bild Gottes und damit als Geheimnis begreift. Es ist an der Zeit, Widerspruch zu erheben, wenn sterbende Menschen (Hirntote) schutzlos zu Toten deklariert und damit zur Verfügung der Lebenden gestellt werden.“

Wolfgang Becker

[Leserbriefe stellen nicht die Meinung der Redaktion dar. Kürzungen vorbehalten.]