Dank an Papst Benedikt für seinen unersetzlich wertvollen Beitrag zur Synode

Endgültige Propositionen werden in englischer Form vorveröffentlicht

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VATIKANSTADT, 29. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Bei der 22. Generalkongregation der Bischofssynode am 27. Oktober hat sich der Generalrelator, Kardinal Donald William Wuerl, Erzbischof von Washington (USA), in einem abschließenden Dankwort an den Heiligen Vater gewandt. Zuvor war die Verlesung der endgültigen Liste der Propositionen durch Kardinal Monsengwo Pasinya in lateinischer Sprache abgeschlossen worden.

[Wir dokumentieren seine Ansprache in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls:]

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Heiliger Vater,

am Ende dieser schönen Zeit, die uns die 13. Generalversammlung der Bischofssynode hier in Rom zu verbringen gestattet hat, bin ich gebeten worden, Ihnen im Namen aller Teilnehmer an dieser Synodenversammlung zu danken. Und ich tue das mit Freuden.

Bevor ich mich dieser Aufgabe zuwende, möchte ich gemeinsam mit Eurer Heiligkeit und mit der ganzen Versammlung Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist, dem Urquell der Evangelisierung, danken dafür, daß er uns die erforderliche Kraft geschenkt hat, um diese Synode zu einem guten Ende zu bringen, denn das Thema der Neuevangelisierung hatte von Anfang an etwas an sich, das uns zaudern ließ. Die morgige Eucharistiefeier wird uns Gelegenheit geben, dem Herrn die Früchte unserer Überlegungen und unseres Meinungsaustauschs darzubringen. Diese Eucharistiefeier wird den Höhepunkt der Synode darstellen, aber auch den Anfang der Umsetzung der Neuevangelisierung und des Jahrs des Glaubens in die Tat.

Nun aber wollen wir uns an Sie wenden, Heiliger Vater, um Ihnen zu sagen, in welchem Maße wir Ihnen in vielerlei Hinsicht dankbar sind. Zunächst dafür, dass Sie uns an Ihrer Sorge haben teilhaben lassen, die Sie im Hinblick auf die Evangelisierung unserer Welt hegen, die Gott so sehr liebt und die dennoch glaubt, ohne diese Liebe Gottes leben zu können. Sie haben auch beschlossen, die Untersuchung der Neuevangelisierung mit derjenigen des Glaubens an Jesus Christus, „denselben gestern, heute und in Ewigkeit” (Heb 13,8), zu verbinden.

Wir sind Ihnen auch dafür dankbar, Heiliger Vater, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um zu kommen und an diesen Generalkongregationen teilzunehmen, vor allem auch bei den freien Beiträgen, dafür, dass Sie den einen wie den anderen zugehört haben und unsere Sorgen geteilt zu haben. Sie haben uns auf diese Weise „im Glauben gestärkt” (Kol 2,7). Diese Gegenwart Petri inmitten der anderen Nachfolger der Apostel verlieh unseren Versammlungen einen familiären Anstrich. Es hat sich wahrlich um ein Ecce bonum et quam jucundum habitare fratres in unum gehandelt (Seht doch, wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen (Ps 133,1).)

Was kann ich sagen über die wertvollen Anregungen, die Ihre Homilien und Ihre anfängliche Meditation uns gegeben haben, Ihre Unterweisungen während der Generalaudienzen und beim Angelus. Auf diese Weise sind nach und nach die Schlüsselwörter gefallen, die als Richtungspunkte und Indikationen auf dem Weg der Neuevangelisierung dienen werden: Die Evangelisierung geht von der trinitären Liebe aus, Glaube - Beichte - Bekenntnis - Liebe - Zeugnis und Martyrium - Leiden - Verfolgung - Konversion und Heiligkeit aller, besonders aber der Träger der Evangelisierung - Familie, als erste Schule der Evangelisierung - Gemeinde, Liturgie, Bewegungen, Schulen, Klöster, Seminare - die Kultur - die Sakramente, vor allem das Beichtsakrament und die Buße - die Desertifikation und das Verlangen nach Gott - die Inititationssakramente - die Neuevangelisierung geht alle an - die Migranten - unablässige Weiterbildung - die Identifizierung der Zeichen unserer Zeit - das Böse als Hindernis auf dem Weg der Evangelisierung. Kurz gefasst, die Neuevangelisierung besteht darin, Jesus Christus den Menschen unserer Zeit zu verkündigen: durch den Dialog, durch die Erinnerung daran, dass „die Kirche durch das ‚Wirken‘ Gottes , nicht aber des Menschen” beginnt (Benedikt XVI.) und dass die „vom 2. Vatikanischen Konzil gewollte Erneuerung eine Herausforderung für die Neuevangelisierung unserer Tage darstellt.”

Das ist es, was wir Ihnen sagen wollten, um Ihnen zu danken und um Ihnen unsere ganz entschiedene Verpflichtung auszudrücken, für das Jahr des Glaubens und für die Neuevangelisierung einzutreten.

Bitte geben Sie uns Ihren Segen, Heiliger Vater.