Dank an Schweizergarde von Papst Franziskus

Vereidigung neuer Schweizergardisten

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 274 klicks

Am Montag empfing Papst Franziskus die päpstliche Schweizergarde anlässlich der jährlichen Vereidigung von neuen Gardisten am 6. Mai in einer Audienz im Vatikan. In der Vereidigung schwören die Gardisten, das Leben des Papstes mit ihrem eigenen zu verteidigen. Der Schwur soll an die 147 Schweizer Soldaten erinnern, die während der Plünderung Roms, dem „Sacco di Roma“, im Jahr 1527 zu Tode kamen, um Papst Clemens VII. zu schützen.

Papst Franziskus dankte ihnen herzlich für ihre Arbeit und würdigte diese. Die Arbeit der Schweizergarde sei nicht mehr so wie im Jahr 1527, als 20.000 deutsche und spanische Landknechte Kaiser Karls V. Rom verwüsteten, doch das Herz des Mannes, seine Fähigkeit treu und mutig zu bleiben, sei dasselbe geblieben.

„Eure Arbeit legt ein authentisches Zeugnis ab. Es drückt den konkreten Wunsch aus, sich einer wichtigen und verbindlichen Aufgabe zu widmen. Zu diesem Entschluss seid ihr auch Dank eurer Familien und eurer Gemeinden gekommen! Ich will ihnen dafür herzlich danken.“

Er fuhr fort, die Schweizergarde sei ein wichtiger Bestandteil von Rom, einer Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, in die viele Touristen und Pilger kommen. Er betonte, die Gardisten sollen in ihrer Hilfsbereitschaft großzügig sein und die Bescher des Petersdoms und des Papstes freundlich empfangen. Neben ihrer Aufgabe ging Papst Franziskus auch auf die Uniform der Schweizergarde ein, die in diesem Jahr seit 100 Jahren besteht. Er sagte, man kenne sie in der ganzen Welt und sie erinnere an „Hingabe, Ernsthaftigkeit und Sicherheit“. Dann ging er auf jeden einzelnen ein.

„In jeder Uniform steckt auch eine konkrete Person: mit einer Familie, mit unterschiedlichen Wurzeln, mit einer jeweils anderen Persönlichkeit und anderen Gefühlen. Jeder von Euch hat eigene Wünsche und eigene Pläne.“

Von den 30 neuen Gardisten, die heute im Vatikan vereidigt werden, kommen 20 aus der deutschsprachigen Schweiz, sechs aus der französischsprachigen und vier aus der italienischsprachigen Schweiz.