"Dank für alle Früchte, die gewachsen sind"

Glaubenszeugnisse bereichern Pontifikalvesper zum Abschluss des Glaubensjahres in Augsburg

Augsburg, (Bistum Augsburg) | 267 klicks

„Das Jahr des Glaubens – Es geht weiter“ war der Leitgedanke der Pontifikalvesper mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa am Samstagabend vor dem ersten Adventssonntag im Hohen Dom. Die Feier an der Schwelle vom alten zum neuen Kirchenjahr bildete in der Diözese den Abschluss des im Oktober 2012 von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Glaubensjahres. Bischof Konrad dankte zu Beginn des Gottesdienstes für alle Früchte, die in den vergangenen Monaten gewachsen sind.

In der Predigt sagte der Bischof, das zu Ende gegangene Kirchenjahr habe durch den Rücktritt von Papst Benedikt und dessen Nachfolger  Papst Franziskus eine besondere Färbung erhalten. Die Kontinuität beider Pontifikate sei dabei unübersehbar. „Was Papst Benedikt verkündet hat, setzt Papst Franziskus fort.“

Mit seinem jüngsten Schreiben „Evangelii gaudium“ lade Papst Franziskus jeden Christen ein, seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. „Das  Kirchenjahr bietet dazu vielfältige Möglichkeiten“, unterstrich der Bischof. Ein Jahr des Glaubens sei auch ein Jahr der Entscheidung für Jesus Christus und seine Kirche, gab er zu bedenken. „Das erfüllt uns nicht mit Beklemmung und Traurigkeit, sondern mit tiefster Freude“, betonte der Bischof. Abschließend dankte er allen, die das Jahr des Glaubens mitgegangen sind und rief die Gläubigen dazu auf, das Schreiben von Papst Franziskus zu lesen.

Dann legten Vertreter aus Pfarrgemeinden Zeugnis davon ab, wie das Licht des Glaubens bei ihnen aufgestrahlt ist, wie das Jahr zur Glaubensweitergabe und Neuevangelisierung umgesetzt und erlebt wurde. Zum Dank für die vielen positiven Erfahrungen zündeten sie ihre mitgebrachten Kerzen an.

Für Thomas Schneller, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Maria Immaculata in der Pfarreiengemeinschaft Zusmarshausen, war der Besuch von Weihbischof Florian Wörner ein Licht, ein Höhepunkt. Trotz des Werktages sei die Kirche zur heiligen Messe und zum Vortrag über das „Jahr des Glaubens“ gut gefüllt gewesen. Freude löse bei ihm auch der Besuch der vielen Kinder und Eltern beim Kindergottesdienst aus. „Sehr viele Besucher unserer Kirche tragen sich in das ausliegende Gebetebuch ein, sogar in Arabisch, Englisch, Polnisch, Kroatisch, Niederländisch und Japanisch. Alle Fürbitten und aller Dank werden dann jede Woche von unserem Gebetskreis gemeinsam vor den Herrn getragen. Ein besonderes Licht des Glaubens sind die zahlreichen Gebetserhörungen, die uns vom Herrn geschenkt wurden“, erzählte Schneller.

Christa Dorsch vom Vorstand des Pfarrgemeinderats der Pfarrei St. Jakob in Friedberg berichtete, dass laut einer Befragung die Gemeindeglieder das Licht des Glaubens in den Menschen sehen, die sich für Gott und die Welt engagieren. Impulsgeber, damit das Licht des Glaubens Nahrung erhält, seien die Kleinen Christlichen Gemeinschaften, das Seelsorgeteam und die vielen Gruppen, Verbände und Gremien der Pfarrei. „Gestärkt fühlen wir uns durch eine lebensnahe Liturgie und durch das gemeinsame Gebet, die Deutung des Wortes Gottes und die Kirchenmusik empfinden sich viele von uns als Gemeinschaft, die trägt“ erläuterte Dorsch.

In einer Lichterprozession zogen Bischof und Gemeinde aus dem Südportal des Doms hinaus und zum Brautportal wieder hinein in das Kirchenschiff, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass Jesus Christus die Tür zum wahren Leben und die Pforte zum Himmel ist und die Kirche die Tür des Glaubens stets offen hält. Am Ende der Feier wurden Vertreter aus unterschiedlichen Pfarreien der Diözese gesandt, in die Gesellschaft hinein das Licht des Glaubens zu bringen und aufstrahlen zu lassen. 

(Quelle: Webseite des Bistums Augsburg)