Das Begräbnis von Papst Johannes Paul II. in Zahlen

6000 Medienleute berichteten aus Rom

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ROM, 13. April 2005 (ZENIT.org).- Am 8. April waren über 3 Millionen Menschen in Rom, um die Trauerfeierlichkeiten für Johannes Paul II. physisch mitzuerleben und sich von ihm persönlich zu verabschieden. Milliarden anderer Menschen konnten nicht nach Rom fahren, wohnten den Feierlichkeiten aber durch die Medien bei, nicht zuletzt dank der 6.000 Medienleute, die die von Joseph Kardinal Ratzinger gefeierte Eucharistiefeier und die Verabschiedung des Leichnams von Papst Johannes Paul II. aus Rom in alle Teile der Welt übertragen hatten.



Alle Details zum historischen Großereignis, dem Begräbnis eines großen Papstes, der die Geschicke der Kirche fast 27 Jahre lang gelenkt hatte, gab der Pressesprecher des Vatikans, Joaquin Navarro-Valls, am Dienstag im Vatikan bekannt.

Nach diesen Angaben sind gegenwärtig über 6000 Journalisten beim Heiligen Stuhl akkreditiert, um in der Zeit der Vakanz des Apostolischen Stuhles über die Kirche zu berichten.

Allen am Begräbnis interessierten Radio- und Fernsehanstalten hätten "Radio Vatikan" und der Fernsehsender des Vatikans die Übertragungsrechte gewährt, erklärte der Heilige Stuhl. Insgesamt sei das Großereignis von 137 Fernsehsendern in über 81 Ländern übertragen worden.

Weitere Zahlen zu den Begräbnisfeierlichkeiten:

-- 157 Kardinäle konzelebrierten beim Requiem Johannes Paul II., 700 Erzbischöfe und Bischöfe sowie 3.000 Prälaten und Priester aus aller Welt waren anwesend. 300 Priester teilten die Kommunion aus.

-- 169 ausländische Delegationen waren bei dem Begräbnis zugegen. Darunter befanden sich 10 Könige und 3 Erbprinzen, 59 Staatspräsidenten und 3 ihrer Gemahlinnen, 8 Vizepräsidenten, 17 Bundeskanzler, 6 Premierminister, 12 Außenminister, 13 sonstige Minister, 4 Parlamentsvorsitzende, 24 Botschafter sowie 10 Generaldirektoren internationaler Einrichtungen.

-- Vertreter von 23 orthodoxen Kirchen und von 8 Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften aus dem Westen sowie von 3 internationalen christlichen Organisationen waren anwesend.

-- Neben einigen offiziellen jüdischen Vertretern gab es 17 Delegationen nicht-christlicher Religionen sowie Vertreter anderer Religionsgemeinschaften.

-- Im Durchschnitt zogen 21.000 Menschen pro Stunde oder 350 Menschen pro Minute im Petersdom persönlich am aufgebahrten Papst vorbei, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

-- 400 Behinderte verfolgten die Heiligen Messe auf besonderen Plätzen im Atrium um den Petersdom.

-- Einige der 10.000 freiwilligen Helfer verteilten 3 Millionen Wasserflaschen kostenlos unter den Pilgern.

-- An 22 Erste-Hilfe-Stationen wurden 4.000 Menschen behandelt.

-- Die römische Stadtverwaltung versandte 20 SMS an über 43.500 Menschen, um sie über Übernachtungsmöglichkeiten und Verkehr auf dem Laufenden zu halten.