Das christliche Staunen als bester Weg für den Frieden

Morgenmesse des Papstes mit Angestellten der Vatikanischen Druckerei

Rom, (ZENIT.org) Luca Marcolivio | 604 klicks

Das höchste Glück liegt in der staunenden Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Das war die Kernbotschaft der Predigt von Papst Franziskus während der gestrigen Messe in der Kapelle des „Domus Sanctae Marthae“ unter Anwesenheit der Angestellten der Vatikanischen Druckerei.

Der Heilige Vater kommentierte die Tageslesung (Lk 24, 35-48) mit den Worten: „Das Staunen ist eine große Gnade. Sie ist eine Gnade, die Gott uns in der Begegnung mit Jesus Christus schenkt. Sie bewirkt, dass wir ein wenig ‚außer uns vor Freude sind‘.“ Das Stauen über die Begegnung mit Christus sei nicht ein „reiner Enthusiasmus“ über den Sieg einer Fußballmannschaft, sondern etwas „viel Tieferes.“

Der Papst erklärte, es sei paradoxerweise leichter zu glauben – verursacht durch die „menschliche Schwäche“ durch „geistige Krankheiten“ oder durch „den Teufel“ –, dass „Phantome“ oder „Phantasien“ Realität seien.

Die Erfahrung des auferstandenen Christus zu machen, bedeute darüber hinaus, „eine schier unglaublich große Freude zu erfahren.“ Das Staunen, so Franziskus, sei der Beginn der wahrhaft christlichen Haltung.

Obwohl man nicht ständig im Staunen verharren könne, hinterlasse das „Staunen einen Stempel des geistlichen Trostes auf der Seele“ dessen, der Christus begegne.

Auf die Erfahrung des Staunens folge der geistliche Trost, die letzte „Stufe“ sei der Friede. Auch in den schmerzlichsten Prüfungen „verliert der Christ nicht den Frieden und die Anwesenheit Jesu.“

Den wahren Frieden könne man nicht verlieren, veräußern oder kaufen, weil er nicht „unser“ sei, sondern „ein Geschenk von Gott.“ „Bitten wir um die Gnade des geistlichen Trostes und des geistlichen Friedens, der in diesem freudigen Staunen der Begegnung mit Jesus Christus seinen Anfang nimmt,“ so Franziskus.

Zum Abschluss der Messe ging der Papst nach seiner Gewohnheit zum Gebet in die Kapelle des Gästehauses „Sanctae Marthae“.