Das Evangelium muss selbstlos verkündet werden

Papst schreibt an den Orden der "Santissima Trinità"

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 281 klicks

Anlässlich des 800. Todestages des Gründers des Ordens der „Santissima Trinità“ (Heiligste Dreifaltigkeit), dem hl. Juan de Mata, und dem 400. Todestages des Reformers, dem hl. Giovanni Battista della Concezione, sandte Papst Franziskus ein Schreiben an den Orden, in dem er darauf hinwies, dass alle in der Kirche lernen müssten, dass der Dienst am Evangelium ohne jeglichen Eigennutz sein müsse. Für Papst Franziskus ist das Leben der beiden Heiligen zu imitieren, da sie gewusst haben, die Herausforderung anzunehmen und sich selbst zu negieren und dabei das Kreuz Christi mit Einfachheit und Fügsamkeit getragen haben. Sie seien die Verpflichtung eingegangen, sich bedingungslos in die Hände Gottes zu begeben. Papst Franziskus schrieb, alle seien dazu aufgerufen, die Freude in der Begegnung mit Jesus zu empfinden, um Egoismen zu überwinden, aus der Bequemlichkeit auszubrechen und mit Mut in die Gegenden zu gehen, die des Lichtes des Evangeliums bedürften.

Papst Franziskus erinnerte daran, dass der Orden über die Jahrhunderte hinweg ein Haus für die Armen gewesen sei, wo die körperlichen und seelischen Wunden geheilt hätten werden können. Die Ordensmitglieder seien sich darüber im Klaren, dass jegliche Verantwortung und Autorität in der Kirche als Dienst gelebt werden müsse, woraus sich die Aufgabe ergebe, persönliche Bereicherung und Egoismen außen vor zu lassen. An oberste Stelle stehe die Hilfe für die Armen, von denen es heute viele gebe. Man könne sich nicht mit einem gut gemeinten Wort zufrieden geben, so wie Christus dies auch nicht getan habe.

Abschließend bat der Papst die Ordensmitglieder, für ihn zu beten:

„Es gefällt mir zu denken, dass ihr, im Gebet, den Bischof von Rom zu den Armen gesellt, denn es erinnert mich daran, dass ich sie nicht vergessen darf, so wie Jesus sie nicht vergaß, der sie tief in seinem Herzen behielt, dazu aufgerufen, ihnen eine frohe Botschaft zu überbringen, die alle aufgrund seiner Armut bereichert hat.