Das „fünfte Evangelium“ kennen lernen

Abenteuerliche (Buch-) Reise ins Heilige Land

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ROM, 18. Juli 2009 (ZENIT.org).- Wer wissen will, was es mit den heiligen Stätten in der Heimat Jesu tatsächlich auf sich hat, der findet in Fleckensteins Heilig-Land-Führer Komm und sieh! - Begegnung mit dem Land der Bibel einen Begleiter, der den Wissensdurst löscht und das Herz berührt.

Auf 270 Seiten gelingt es dem Theologen, der seit 1981 in Jerusalem lebt und gemeinsam mit seiner Frau regelmäßig Pilgerreisen organisiert, den Leser in einem unbefangenen Gespräch für die großen Pilgerstätten zu begeistern. Ob direkt vor Ort - am Ölberg, beim Mariengrab, an der Klagemauer usw. - oder auch Tausende von Kilometern entfernt zu Hause im Wohnzimmer: den Einblick, den Fleckenstein in die theologischen und historischen Hintergründe des „fünften Evangeliums" gewährt, ist auf jeden Fall den Leseaufwand wert. Gut aufbereitete wissenschaftliche Erkenntnisse der Archäologen und auch ganz aktuelle Bezüge zur Gegenwart gehen im persönlichen Zeugnis eines Mannes auf, der sich über die Schönheit seines katholischen Glaubens sehr zu freuen scheint.

Immer wieder fühlt sich Fleckenstein in die Zeit Jesu ein. Im Kapitel über die Auferstehungskirche analysiert er beispielsweise, was der Kreuzestod und die Auferstehung für die Zeitgenossen Jesu wohl bedeutet haben könnte: „Während für die Gegner Jesu dessen Botschaft in einem totalen Fiasko auf der Müllhalde der Geschichte endete, machen die Jünger die revolutionäre Erfahrung: Er lebt! Sie entdecken das Kreuz nicht als Scheitern, sondern als Wendepunkt in der menschlichen Geschichte. Gott ist in die Niedrigkeit der Menschheit hinabgestiegen, um sie mit sich emporzuheben. Seitdem kann kein Mensch mehr tiefer fallen als in die Hände Gottes: ‚Es ist vollbracht!‘"

Wer noch nicht im Heiligen Land war, wird nach diesem Buch den starken Wunsch verspüren, selbst einmal dorthin zu fahren, um auf den Spuren Christi zu wandeln und das „fünfte Evangelium" kennenzulernen.

Von Dominik Hartig