Das Gebet des Papstes für die Opfer des Tornados von Oklahoma City

Telegramm, Santa Marta und Twitter: drei Mal hat der Pontifex gestern den Toten und Vermissten der Katastrophe seine Nähe ausgesprochen

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 371 klicks

Nähe und Gebet. So drückt Papst Franziskus seine Trauer über die Opfer des furchtbaren Tornados aus, der sich vorgestern über Oklahoma City, USA, austobte. Gestern wandte der Heilige Vater seine Gedanken gleich drei Mal den Opfern der Tragödie zu. Zunächst gestern Morgen während der Messe in der Domus Sanctae Martae, wo er während der Feier sagte: “Beten wir für die Opfer und Vermissten, besonders für die Kinder, die gestern von dem grausamen Tornado über Oklahoma City heimgesucht wurden. Herr, erhöre uns!“. 

Anschließend konnte man in einem tweet in englisch und spanisch lesen: „Ich stehe den Familien bei, die im Tornado von Oklahoma Angehörige verloren haben, besonders denen, die Kinder verloren haben. Vereingit euch mit mir im Gebet für sie.“ Zuletzt sandte der Papst über Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ein Telegramm an Mons. Paul S. Coakley, Erzbischof von Oklahoma City, indem er ihn darum bat “der Gemeinde seine Solidarietät und Nähe im Gebet zu übermitteln.“ Sich der Ausmaße des tragischen Verlustes menschlicher Leben und der Endlosigkeit der Aufbauarbeiten, die uns erwarten, bewusst – so ist zu lesen – bittet der Pontifex „Gott den Allmächtigen den Toten die ewige Ruhe teilwerden zu lassen, den Trauernden Trost zu spenden, so wie den Obdachlosen und Verletzten Kraft und Hoffnung zu geben“ und ruft ihn an „den zivilen und religiösen Führern vor Ort, so wie allen an der Rettung beteilgten, die Gaben des Auferstandenen, Trost, Kraft und Ausdauer zuschenken.“  

Aktuell handelt es sich bei den Toten die dem, wie ihn Präsident Obama nannte, “zerstöhrerischsten Tornado der Geschichte” zum Opfer fielen um 24 an der Zahl, von denen sieben Kinder sind. Diese traurige Bilanz wurde von den Sanitätern vor Ort erstellt, die bisher von 91 Opfern sprachen, von denen es sich um 20 Kinder handelt, die unter den Trümmern einer Grundschule begraben wurden. So scheint es, dass einige Opfer doppelt gezählt wurden.

Nichtsdestotrotz bleiben um die hundert Personen, die bisher lebend aus den von dem mit 3,2 km Durchmesser und 300 Stundenkilometer schnellen Tornado - der 40 Minuten über der Gegend wütete - verursachten Trümmern des südlichen Vororts von Oklahoma City Moore geborgen werden konnten. Bisher sind über 7000 Wohnungen ohne Strom, ein Krankenhaus und ein teil der Autobahn weisen starke Beschädigungen auf. Die Rettungsmannschaften sind in den Trümmern der zusammengebrochenen Gebäude weiter auf der Suche, jedoch ist das Gebiet so sehr zerstöhrt, dass die Arbeit nur langsam voran geht.