Das Gebet von Papst Franziskus für Noemi

Eine Geste der Hoffnung für die Eltern

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 287 klicks

Im Alter von 16 Monaten bekam Noemi eine seltene genetisch bedingte Krankheit, einer Spinale Muskelathropie. Dabei handelt es sich um eine Form des Muskelschwunds, bei dem motorische Nervenzellen kontinuierlich absterben. Der Vater des Mädchens hatte an Papst Franziskus einen verzweifelten Brief geschrieben, indem er schilderte, dass das Mädchen die begonnene Therapie nicht mehr fortsetzen könne, da diese in Italien nicht mehr erlaubt werde. Der Pontifex rief zunächst die Familie an; dann schickte er den Päpstlichen Almosenier Msgr. Konrad Krajewski, nach Guardiagrele, in der Provinz von Chieti, wo die Familie lebt. Vorgestern empfing Papst Franziskus die Familie in Santa Marta.

Der Vater erzählte von der Begegnung, der Pontifex habe gemeinsam mit der Familie gebetet und sei Noemi sehr nahe gewesen. Der Papst habe sie eingeladen, in Santa Marta zu übernachten und mit ihm mittags und abends zu essen. Indem der Papst Noemi empfangen habe und das Gebet für sie während der Generalaudienz gesprochen habe, habe er zeigen wollen, dass er allen Kindern und Familien nahe stehe, die ein ähnliches Schicksal hätten. Der Papst sei ihnen nahe und lasse sie nicht allein.

Die Familie stehe in einem gerichtliches Verfahren, um die Behandlung für Noemi wiederaufnehmen zu können. Der italienische Staat lasse die Familie mit ihrem Schicksal vollkommen allein. Die Begegnung mit Papst Franziskus gebe ihnen große Hoffnung, dass nun eine Veränderung eintreten wird. Auch, weil der Fall durch die Geste von Papst Franziskus öffentliche Aufmerksamkeit bekommen habe.