Das geweihte Leben setzt ein Zeichen für die Freiheit

Kardinal Franc Rode: Die Befreiung der Sexualität kommt durch die Keuschheit

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ROM, 9. November 2007 (ZENIT.org).- Christen, die sich für ein Gott geweihtes Leben in Jungfräulichkeit entscheiden, sind in der Welt von heute ein Zeichen wahrer Freiheit. Das betonte Kardinal Franc Rodé am Donnerstag in einem Interview mit dem „Osservatore Romano“, der halb-offiziellen Tageszeitung des Vatikans.



„Warum hat der heilige Franziskus diesen Weg gewählt?“, fragt der Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften des apostolischen Lebens. Seine Antwort lautet: „um frei zu sein. Das war keine nihilistische Entscheidung, sondern eine Entscheidung in Freiheit. Wenn in einer Gesellschaft die Keuschheit im Zölibat ein mögliches Ideal ist, bekommen auch Ehe und Sexualität einen Rahmen von Freiheit.“

Der Kurienkardinal bekräftigte: „Ich bin davon überzeugt, dass Keuschheit die Sexualität zu befreien vermag, und dies auch bei verheirateten Personen.“

Auf den Säkularismus, der in einigen Teilen der Welt offenbar zu einer tiefen Krise des Geweihten Lebens geführt habe, gebe das Lehramt von Papst Benedikt XVI. jeden Tag mit Schlüsselworten wie „Freiheit, Freude, Schönheit, Hoffnung“ eine treffende Antwort, versicherte Kardinal Rodé.

In seinen Augen stehen geweihte Personen heute „in erster Linie für Männer und Frauen voller Hoffnung. Deshalb verkörpern sie eine Dimension, die der Menschheit oft abhanden kommt: den Sinn für das Transzendente, die Ewigkeit.“