Das Goldene Zeitalter der Malerei

Tizian-Ausstellung in der Scuderie della Quirinale in Rom

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 438 klicks

Das „Goldene Zeitalter“ der venezianischen Malerei ist in das Museum „Scuderie della Quirinale“ in Rom eingezogen. Seit dem 5. März und noch bis zum 16. Juni kann jeder Römer und Besucher die klassische Malerei in leuchtenden Ölfarben des adligen Hofmalers Karls V.,Tiziano Vecellio, geläufig bekannt als Tizian, bewundern.

Die Ausstellung hat sich zur Aufgabe gemacht, mit Werken wie der „Flora“ und dem „Gozzi“-Altarwerk eine Reflektion über die Kernrolle der Venezianischen Kunst in der Kulturerneuerung in Italien und ganz Europa im 16. Jahrhundert zu bieten. Die Abfolge der Protagonisten der „malerischen Revolution“ wird nachgezeichnet, Antonello da Messina, Giovanni Bellini, Lorenzo Lotto und Tintoretto, deren krönendes Erbe Tizian mit seinem außergewöhnlichen Stil bildet. Die Karriere des Tizian wird Jahrzehnt um Jahrzehnt nachvollzogen, seine Kunstfertigkeit und seine Kreativität stehen dabei im Vordergrund.

Die Zeitgenossen bezeichneten den Künstler als „die Sonne unter den Sternen“. Er war mit seinen 64 Werken einer der produktivsten Maler seiner Zeit. Sein Werk umfasst Porträts, Landschaften und klassische Mythologie ebenso wie religiöse Thematiken. Seine Technik zeichnet sich durch einen kräftigen Kolorismus aus, der ihm hauptsächlich durch die Anwendung von Ölfarbe möglich wurde.

Zur Begleitung der Ausstellung werden die Ergebnisse von wissenschaftlichen Analysen der Arbeit des Künstlers vorgestellt. Durchgeführt vom „Centro di Ateneo di Arti Visive“ der Universität Bergamo bieten sie signifikante Ergebnisse zu der Beziehung zwischen handsignierten Werken und den Werken seiner Werkstatt und dokumentieren vollständig seine künstlerische und maltechnische Entwicklung, beginnend mit den Jahren seiner Ausbildung.

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Ausstellung vom 5.3.2013-16.6.13, Piazza del Quirinale, 00187 Rom

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