Das Kompendium der orthodoxen Soziallehre, ein Geschenk für Papst Benedikt XVI.

Begegnung mit dem russisch-orthodoxen Erzbischof Innokentiy

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ROM, 9. November 2007 (ZENIT.org).- Erzbischof Innokentiy der russisch-orthodoxen Kirche überreichte Papst Benedikt XVI. am Mittwoch die französische Übersetzung des orthodoxen Kompendiums der Soziallehre der orthodoxen Kirche. Das Werk wurde in Frankreich unter dem Titel „Fondaments de la doctrine sociale“ veröffentlicht. Es handelt sich dabei um das erste Kompendium der orthodoxen Soziallehre.



Im Kompendium nimmt die orthodoxe Kirche durch ihre Bischöfe zu zahlreichen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen Stellung. Der Text geht auf die Beziehungen zwischen Kirche und Staat ein und behandelt die Themen Arbeit, Eigentum, internationale Beziehungen, Ethik der Familie, Menschenrechte, Gesundheit, Bioethik, Kultur, Massenmedien, Beziehung zwischen Glaube und Wissenschaft, Ökologie und Globalisierung.

Dem Papst wurde zugleich ein Exemplar der letzten Ausgabe der Zeitschrift „Botschafter der russisch-orthodoxen Kirche“ („Messager de l’Eglise orthodoxe russe“) überreicht, die der jüngsten Reise des Patriarchen von Moskau und ganz Russland Alexeij II. nach Frankreich gewidmet ist.

Die Begegnung des orthodoxen Erzbischofs mit Papst Benedikt XVI. wurde von „Radio Vatikan“ als „bedeutsamer ökumenischer Moment“ gewertet.

Die Internetseite der russisch-orthodoxen Kirche in Europa (www.egliserusse.eu) präzisierte, dass der Papst Erzbischof Innokentiy darum ersucht habe, dem Moskauer Patriarchen seinen Gruß zu übermitteln.

Benedikt XVI. habe zudem den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass die Veröffentlichung der Soziallehre der orthodoxen Kirche Russlands in französischer Sprache zur gemeinsamen Verkündigung des Glaubens und zum gemeinsamen Zeugnis für die Werte des Evangeliums beitragen möge.

Die russisch-orthodoxe Kirche wird den Band am 12. November während einer Tagung zum Thema „Unterwegs zu einer gemeinsamen Soziallehre der Christen“ in Paris vorstellen.